Aachen - Die Grünen stellen eine Reihe von Anträgen zur Wissenschaftsstadt

Die Grünen stellen eine Reihe von Anträgen zur Wissenschaftsstadt

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„Made in Aachen“: Die Grünen wollen die Stadt zum „Reallabor“ für Hochschulentwicklungen – wie beim Streetscooter – machen. Foto: Steindl

Aachen. Der Vortrag von Stadtsprecher Bernd Büttgens zum Thema Wissenschaftsjahr hat die Grünen begeistert: „Das war einer der flottesten Verwaltungsvorträge seit Jahren“, sagt Fraktionssprecherin Ulla Griepentrog. Überhaupt sind die Grünen von dem Thema angetan – nicht nur in Bezug auf 2016, sondern weit darüber hinaus.

Deswegen haben sie als ersten Aufschlag jetzt gleich sechs Ratsanträge auf einen Streich formuliert, mit denen das Thema langfristig „bespielt“ werden kann. Man müsse halt den Marketingbegriff „Wissenschaftsstadt“ mit Inhalt füllen, sagen auch die Ratsherren Michael Rau und Hermann Josef Pilgram. Und so sehen die Vorschläge der Grünen fürs Erste aus:

„Reallabor Stadt“: Die Stadt könne dazu dienen, Forschungsergebnisse in der Praxis zu testen und so eine prima Vernetzung hinzubekommen. Im Bereich E-Mobilität sei das – nur als Beispiel – schon der Fall, denn unter anderem der Stadtbetrieb setzt derlei Fahrzeuge ein. So sei der Streetscooter ja aus der RWTH heraus entstanden. Themen könnten Wasser, Luft, Abwasser, Soziales, Stadtplanung, Architektur und vieles mehr sein. Aachen könne zum Vorreiter für Innovationen werden, die dann zurecht das Label „Made in Aachen“ tragen würden.

„Schaufenster für Forschung und Entwicklung“: In Kooperation mit den Hochschulen sollen geeignete Orte gefunden werden, an denen regelmäßig Ergebnisse der Forschung und Entwicklung in Aachen präsentiert werden können. So würde auch Bürgern und Besuchern Aachens das, was die Aachener Hochschulen leisten, nähergebracht.

„Newsletter“: Wie im Bereich Veranstaltungen/Kultur soll ein Newsletter konzipiert werden, der regelmäßig erscheinen soll. Interessante Veranstaltungen und Vorträge sollen damit auf breiterer Basis kommuniziert werden.

„Semesterticket Kultur“: Das ist in einigen Hochschulstädten schon Gang und Gäbe. Das Ticket soll Studierenden einen kostenfreien oder stark ermäßigten Zugang zu den Angeboten der städtischen Kultureinrichtungen ermöglichen. Das soll auch mit einer Werbekampagne für diese Einrichtungen verbunden sein. Für eine Testphase von zwei Jahren soll es das Semesterticket kostenlos geben.

„Touristische Vermarktung“: Touren und Führungen mit der Thematik Hochschulen gebe es im Programm des Tourist-Services bislang nicht. das müsse sich ändern, so die Grünen. Es gebe viele spannende Themen in der Innenstadt wie auch im Campusbereich dazu. Zwar biete „RWTHextern“ mit seinem Bürgerforum da einiges an, doch müsse es eine stärkere Vernetzung geben. Die Reihe „Uni im Rathaus“ soll zudem weiterentwickelt und besser bekanntgemacht werden.

„Treffpunkt Bildung“: Das ist ein älterer grüner Antrag, diesmal jedoch in anderem Gewand. Stadtbibliothek und VHS sollen, wenn der Bushof dereinst abgerissen wird, in einem Neubau zusammengeführt werden und zu „elementaren Bausteinen der Wissenschaftsstadt Aachen“ entwickelt werden. Es sollen „Orte des Wissens und des lebenslangen Lernens“ mit breitem Dienstleistungs-, Informations- und Bildungsangebot geschaffen werden.

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