Die Grünen: Plakativer Einsatz gegen Aachens Problemzone

Von: Peter Schopp
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Das Banner steckt im Stau: Um „Für bessere Luft“ zu demonstrieren, mussten die Europaabgeordnete Rebecca Harms und Oliver Krischer (MdB) mit einem Poster improvisieren. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Beim Thema Diesel sieht man bei den Grünen rot! Das ist zwar keine Überraschung, das gestörte Verhältnis der Parteivertreter zum in Verruf geratenen Antrieb wurde aber durch die Tatsache, dass der Lkw mit dem Banner seine Lieferung nicht rechtzeitig zum Fototermin abladen konnte, nur untermauert.

So musste ein Poster herhalten, um die Aktion zu bewerben. „Hersteller verpflichten – Grenzwerte endlich einhalten“ lautet das plakative Anliegen der Umweltschutzpartei. Rebecca Harms vom EU-Parlament und Bundestagsmitglied Oliver Krischer zeigten sich in ihren Ausführungen regelrecht angefressen. „Wir alle dürfen uns von der Bundespolitik beim Dieselskandal und seiner Aufarbeitung von der Bundespolitik im Stich gelassen fühlen“, stellen beide ernüchtert fest.

Und wollen mit ihrer Aktion den Druck erhöhen. Verkehrsminister Dobrindt müsse die rechtliche Basis dafür schaffen, alle Dieselfahrzeuge auf Kosten der Unternehmen umrüsten zu lassen und dafür Sorge tragen, dass zukünftige Dieselgenerationen wenigstens die Euro 6-Norm einhielten.

„Wenn sich die Hersteller an die Vorgaben gehalten hätten, hätte eine Stadt wie Aachen heute keine Probleme wie Umweltzone oder drohende Fahrverbote“, hält Harms fest. Stattdessen würden die Werte auf Bundesebene schön geredet und die Gesundheitsgefährdung des Stickstoffdioxids in Frage gestellt, Konsequenzen für die Automobilkonzerne fordere in Berlin leider niemand.

Ein großes Banner wird – wenn es denn geliefert wird – eine Woche lang die Fassade eines Hauses am Kapuzinergraben dem Theater gegenüber schmücken und auf die Aktion aufmerksam machen. Für die Grünen ist klar: Die vereinbarten Abgaswerte müssen endlich eingehalten werden.

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