Aachen - Die Gesichter von Rothe Erde sind im Buch verewigt worden

Die Gesichter von Rothe Erde sind im Buch verewigt worden

Von: Nicole Neuser
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Die riesigen Wandbilder der Bewohner der Hüttenstraße haben seiner Zeit für Aufsehen gesorgt. Im Rahmen des Projekts „Kunst in der Hüttenstraße” entstanden durch den Künstler Josef Snobl überdimensional große Bilder mit den Gesichtern der Bewohner der Hüttenstraße.

„Die Förderung der Stadtteilerneuerung Aachen Ost sah vor, die Hüttenstraße optisch zu verschönern und künstlerisch aufzuwerten. Wir wollten die Bewohner und die Kunst in den Straßenraum einbinden”, erklärt Dezernentin Gisela Nacken. Nach der Veröffentlichung der Bilder vor drei Jahren werden sie nun im Buch „Die Straße der Bilder - Rothe Erde Aachen” verewigt.

In diesem Buch reflektiert Snobl die Realisierung des Projekts. Bilder der „murealen Fotografie” und Texte von Bewohnern und verschiedenen Autoren lassen einiges über die Geschichte des Viertel erfahren. Snobl ist es wichtig, dass das Projekt nicht in Vergessenheit gerät. „Die Bilder waren nach der Enthüllung zwei Wochen Thema der Straße, doch dann gingen sie in den Alltag der Bewohner über, die dennoch stolz waren”, so Snobl. Er sieht seine Kunst als ein soziales Projekt, das die Kommunikation der Menschen fördern soll.

Auch der Wirt der Barbara-Stuben, Günter Lubos, erinnert sich: „Zu Beginn waren die Bilder das Thema in unserer Straße. Jeder hat gezählt, wer wie oft auf welchem Foto zu sehen ist.” Er hätte jedoch nicht gedacht, dass die Bilder bis heute unbeschadet dort hängen bleiben. „Oft kommt es in unserer Straße vor, dass Kunst durch Vandalismus zerstört wird. Dass es bei diesen Bildern nicht so gekommen ist, zeigt, dass sich die Bewohner mit den Bildern identifizieren.”

Eigentlich waren die Bilder für Josef Snobl jedoch ein Kompromiss. Gerne hätte er die Gesichter direkt in den Putz der Häuser eingearbeitet, was rechtlich jedoch nicht möglich war. Das Verfassen des Buches war für ihn ein ebenso großes Abenteuer wie die Erstellung der Bilder. Die Zielgruppe seien eigentlich die Bewohner der Straße, aber er wolle mit seinem Buch auch andere Interessenten gewinnen. Deshalb fällt die Gestaltung des Buches zeitlos aus, und die Texte sind auch für Außenstehende verständlich verfasst.

Im nächsten Jahr wird von den Bewohnern entschieden, was aus den Bildern werden soll - ob sie hängen bleiben oder nicht. Snobl hat sein Ziel erreicht und das Leben der Menschen in der Hüttenstraße auf deren Hauswände für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Buch „Die Straße der Bilder - Rothe Erde Aachen” ist erschienen im Helios Verlag und ist für 9,90 Euro in den Barbara-Stuben und in allen Aachener Buchhandlungen erhältlich.
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