Aachen - Die Feuerwehr ist ausgeschlafener denn je

Die Feuerwehr ist ausgeschlafener denn je

Von: hpl
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Vertrautes Bild: Die Löschfahrzeuge rücken wieder von der Stolberger Straße aus. Foto: Michael Jaspers
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Sehr zur Freude von Klaus Schavan, Dr. Manfred Sicking (beide Stadt Aachen), Martin Schniedermeier und Nils Lapp (beide Feuerwehr, von links). Foto: Michael Jaspers

Aachen. Selektive Alarmierung lautet ein Begriff aus dem Feuerwehrjargon, hinter dem sich viel mehr verbirgt, als für den Laien auf den ersten Blick zu vermuten ist. Es geht darum, dass bei einem Alarm nur die Feuerwehrleute wach werden, die auch tatsächlich raus müssen. Und das ist seit Montag mehr denn je garantiert.

Die runderneuerte Hauptfeuerwache an der Stolberger Straße macht es möglich. Jetzt passen nicht nur alle 30 Einsatzwagen sowie fünf Rettungswagen in die Garagen, jetzt haben vor allem auch die Frauen und Männer, die die Aachener Bevölkerung schützen beziehungsweise retten, eine adäquate Unterkunft.

„Man kann sich vorstellen, dass jemand nach dem fünften Wecken in der Nacht bei einem Einsatz nicht mehr so fit ist. Das wird jetzt viel besser“, freut sich auch Nils Lapp, Abteilungsleiter bei der Feuerwehr. Und davon profitieren die Einsatzkräfte genauso, wie es die Bevölkerung tut. Vorbei auch die Interimszeit auf dem Camp Hammer bei der gleichnamigen Spedition auf der Hüls, wo im Winter auch schon mal ein Sprint bei Eis und Schnee über den Hof zu den Autos gefragt war.

In den vergangenen zwei Jahren hat die Stadt 13,5 Millionen Euro in den denkmalgeschützten Bau gesteckt und diesen trotz seiner baugeschichtlichen Bedeutung dem Bedarfsplan für Feuerwehreinsätze angepasst. Dass die Stadt dabei den Kostenplan eingehalten hat, macht Klaus Schavan vom Gebäudemanagement ein gutes Stück zufrieden. Wobei er auch sagt: „Bei uns stand Gründlichkeit vor Schnelligkeit. Hier muss alles funktionieren.“ Davon sind die derzeit 160 Kräfte überzeugt, die neben den Trainingseinrichtungen auch vernünftige Sozialräume und eine eigene Kantine vorfinden.

Eine Baustelle bleibt noch, wie Martin Schniedermeier, ebenfalls Abteilungsleiter bei der Feuerwehr, erklärte. Die Kfz-Werkstatt, Sporträume und die Desinfektionsabteilung sind noch auf dem Hammergelände. Sie will man ebenfalls auf dem Stammsitz unterbringen. Doch dafür müssen erst die politischen Beschlüsse und Genehmigungen her. „Ab 2019 könnte hier Bewegung reinkommen“, hofft Schavan. Noch überwiegen aber die Fragezeichen.

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