Freizeittipps

Die Fairtrade-Stadt Aachen und ein mobiler Espresso-Stand

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
14683222.jpg
In Aachen verkaufen bereits heute mehr als 50 Geschäfte und 30 Gaststätten Fairtrade-Produkte. Foto: Ralf Roeger
14683223.jpg
Hatten am Ende gut lachen: Mona Pursey (Eine Welt Forum) und Manfred Piana (MAC) versuchten sich als Freizeit-Barista und trafen damit nicht nur den Geschmack der IG Altstadt und der Steuerungsgruppe Fairtrade-Town Aachen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Die Leute reagieren interessiert und aufgeschlossen. Aber dass Aachen bereits seit 2011 Fairtrade-Stadt ist, weiß noch nicht jeder.“ So beschreiben die verschiedenen Akteure der Steuerungsgruppe „Fairtrade“ die Resonanz der Passanten auf ihr Angebot.

An einem mobilen Espresso-Stand vor dem Rathaus gab es den fairen „Aachen-Café Amistad“ kostenlos, ebenso wie in vielen Geschäften der Altstadt. Und dazu gab es jede Menge Informationen zum Fairen Handel. „Aachen soll nicht nur Fairtrade-Stadt bleiben, wir wollen unser Ergebnis auch noch verbessern“, sagt Mona Pursey vom Eine Welt Forum Aachen.

In Aachen verkaufen bereits heute mehr als 50 Geschäfte und 30 Gaststätten Fairtrade-Produkte. Gerade in der Gastronomie könnten noch mehr Lokale mitmachen, ist Pursey überzeugt. Insgesamt fünf Kriterien muss eine Stadt erfüllen, um das Siegel „Fairtrade-Town“ zu erhalten. Eine große Rolle spielt das Angebot des Einzelhandels. Außerdem muss der Stadtrat die Unterstützung des Fairen Handels beschließen und bei seinen Sitzungen fair gehandelten Kaffee ausschenken. Das Siegel wird alle zwei Jahre neu vergeben. In Aachen ist es im September wieder so weit.

Um das Thema einmal mehr ins Bewusstsein zu rücken, hat die Steuerungsgruppe Fairtrade-Town Aachen mit der IG Altstadt und vielen anderen Akteuren bereits zu verschiedenen Aktionen eingeladen: Auf dem Münsterplatz gab es ein faires Frühstück für alle und der Weltladen in der Jakobstraße lud zum Tag der Offenen Tür ein. Gespräche und Austausch standen dabei jeweils im Mittelpunkt.

Ebenso wie am vergangenen Samstag am Espresso-Stand vor dem Rathaus. „So erreichen wir viele Leute“, sagt Martin Luhn, Sprecher der IG Altstadt. „Und wir bekommen sehr viel positive Resonanz“, meint er weiter. Das Thema „Fairtrade“ ist den Aachenern offensichtlich wichtig. Und Luhn ist überzeugt, dass Aachen als Fairtrade-Stadt „Gastlichkeit und Lebensqualität fördert“.

Und weil der Espresso-Stand vor dem Rathaus so gut angekommen ist, wollen die Organisatoren eine Tradition draus machen und ihn einmal im Jahr installieren. Und sie wollen den Fairtrade-Gedanken auch dann lebendig halten, wenn es nicht gerade um die Erneuerung des Siegels geht. Bundesdeutsche Wachstumszahlen im zweistelligen Bereich zeigen, dass „Fairtrade“ allgemein auf Interesse stößt.

„Und was fair gehandelt ist, muss nicht gleich teurer sein“, meint Martin Luhn. Wer auf Zwischenhändler verzichtet, kann demnach auch im Verkauf gute Preise machen. In jedem Fall kommt es den Produzenten in den ärmsten Ländern der Welt zugute, wenn die Kunden in Aachen über Herkunft und Produktionsmethoden der Produkte, die sie kaufen, nachdenken und entsprechend handeln. Das zumindest wünschen sich Mona Pursey und ihre Mitstreiter.

Und sie haben einen Tipp für all jene, die wissen wollen, wo fair gehandelte Produkte im Verkauf sind: Einen Stadtplan mit den entsprechenden Geschäften in Aachen gibt es im Weltladen, Jakobstraße 9.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert