Die Entwicklung Aachens aus der Vogelperspektive beobachten

Von: Robert Flader
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Aachen als Puzzle: Der „Stadtteppich” zeigt die Entwicklung der Domstadt aus der Vogelperspektive. Der Bund Deutscher Architekten (BDA) hofft, mit ihm den Grundstein für ein 3D-Stadtmodell gelegt zu haben.

Aachen. Sie sind genau ein mal ein Meter groß und erscheinen für sich genommen nicht besonders ausdrucksstark. Doch 70 kleine Laminat-Quadrate vervollständigen in diesem Fall nicht nur ein wunderschön anzuschauendes Puzzle, sondern gleich einen ganzen Teppich, eine ganze Stadt.

Den Aachener „Stadtteppich” um genau zu sein, auf dem die Entwicklung Aachens aus der Vogelperspektive eindrucksvoll zu beobachten ist. „Mit diesem Teppich kann man die projektierten und bereits realisierten Veränderungen in der Stadtlandschaft aufzeigen”, sagt Professor Horst Fischer vom Bund Deutscher Architekten (BDA). „Die Perspektive passt perfekt, man steht gewissermaßen einfach über den Dingen und erhält einmal einen völlig anderen Eindruck von der eigenen Heimat.”

Ohne Grund wurde der Stadtteppich, der auch so „spannende Projekte wie den neuen RWTH-Campus oder den Alleenring” beinhaltet, „natürlich nicht angefertigt”, wie Fischer zu berichten weiß: „Wir wollen einen Anstoß geben, der Stadtteppich soll eine Initialzündung für das Stadtmodell sein.” Die Kosten für den zweidimensionalen Pilotversuch lägen im fünfstelligen Bereich, „wir hoffen natürlich auf interessierte Sponsoren, durch die wir dann Baustein für Baustein in 3D umwandeln können.”

Die Idee seitens des BDA für einen solch innovativen Versuch im Maßstab 1:500 wurde bereits im vergangenen Jahr geboren, „um den Grundstein für das Stadtmodell zu legen”, so Fischer. Es gehe darum, für jedes einzelne Stadtviertel „die jeweiligen Potentiale freizulegen und für die Empfindlichkeiten und Strukturen zu sensibilisieren.”

Zur Zeit „liegt” der „Stadtteppich” im Aachen Fenster aus, doch haben bereits mehrere öffentliche Standorte ihr Interesse angemeldet. So könnte die Entwicklung Aachens möglicherweise demnächst auch im Ludwig Forum oder im Verwaltungsgebäude in der Lagerhausstraße zu bestaunen sein. „Sicher ist das aber noch nicht”, so Fischer. Wichtig sei in erster Linie, „dass man durch diese völlig andere Perspektive auf bestimmte Projekte und Veränderungen in der Stadt hinweist und möglichst viele Leute, auch in der Politik, dafür begeistert.”

Dann endlich könne auch endlich das Stadtmodell, „das für jede Stadt mit Blick auf Topologie und Morphologie mittlerweile unverzichtbar ist”, realisiert werden. Den Grundstein hofft der BDA nun mit dem „Stadtteppich” im wahrsten Sinne gelegt zu haben.
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