Aachen - Die Clowns erobern Seniorenheim

Die Clowns erobern Seniorenheim

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Echte Spaßbereiter: Gemeinsam mit Dr. Eckart von Hirschhausen (sitzend Mitte) haben die Stiftung und der Förderverein des Luisenhospitals eine besondere Therapieform überlegt. Foto: Luisenhospital

Aachen. Für gute Laune im Seniorenheim sorgen die Aachener Klinikclowns im „Haus Cadenbach - ein Zuhause im Alter“. Das Senioren- und Pflegeheim am Luisenhospital ist nach Auskunft des Hauses die erste Einrichtung in Aachen, die seinen Bewohnern Clown-Visiten anbietet. „Begegnung und Zeit schenken“ – sind die Schwerpunkte der Arbeit der Klinikclowns mit Senioren und demenzerkrankten Menschen.

Für Clowns ist das eine besondere Herausforderung: Sie müssen die erkrankten, älteren Menschen sehr behutsam, sehr individuell und mit großem Einfühlungsvermögen ansprechen.

Die Figur des Clowns hilft hierbei in besonderer Weise. Clownin Annemie Missinne, die seit 2012 beim Verein Klinik-Clowns Aachen aktiv und derzeit Aachens einzige Klinikclownsfrau ist, spult bei ihren Auftritten kein festes Programm ab. „Ich gehe spontan mit dem um, was gerade in den Zimmern oder in den Gruppen geschieht. Dabei nehme ich jeden Menschen sehr ernst, aber eben auf leichte und komische Art“, erzählt sie.

Sie animiert zu körperlichen Aktionen, zu gemeinsamen Spielaktivitäten und Erlebnissen. Aber sie setzt auch Emotionen in Bewegung: Sie holt die Patienten aus ihrer Lethargie, ihrer Trauer, ihrer Depression und manchmal auch aus ihrer Verwirrung. „Das kommt bei unseren Bewohnern ganz hervorragend an. Für viele wird unsere Clownin immer mehr zu einer wichtigen emotionalen Bezugsperson, die Gefühle teilt, Zeit, Aufmerksamkeit und Zuwendung schenkt. Wir sind sehr froh, bei uns im Haus ‚Loretta‘ einsetzen zu können“, erzählt Therese Mauer, Leiterin der Pflegeeinrichtung.

Möglich gemacht hat dieses der Verein der Freunde und Förderer des Luisenhospitals, der die anfallenden Kosten aus Spenden trägt und zudem den Kontakt zur Stiftung „Humor hilft Heilen“ von Dr. Eckart von Hirschhausen hergestellt hat. „Humor hilft heilen“ hat dabei die Anschubfinanzierung übernommen. Bei einem Auftritt des Kabarettisten in Düren haben sich die Vorstandsmitglieder des Fördervereins, Dr. Andre Freese, Dr. Garnet Kasperk, Axel Bauer und Andreas Schneider, sowie Therese Mauer vom Haus Cadenbach mit von Hirschhausen getroffen, um sich für die großzügige Unterstützung zu bedanken.

„Der Einsatz der Klinikclowns ist das jüngste Projekt unseres Fördervereins. Wir sind sehr froh und dankbar, dass die Stiftung ‚Humor hilft heilen‘ uns mit einer ersten Finanzspritze den Start ermöglicht hat. Die weiteren Einsätze werden wir über Spenden an unseren Verein garantieren. Ziel ist es, langfristig die Aachener Klinikclowns in der Pflegeeinrichtung zu etablieren“, betont Dr. Freese, Vorstandsvorsitzender des Fördervereins und Leiter des Schilddrüsenzentrums am Luisenhospital sowie des Euregio-Hernienzentrums.

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