Die Citykirche lädt ein, Theater neu zu erleben

Von: Rauke Xenia Bornefeld
Letzte Aktualisierung:
11898414.jpg
Machen die Citykirche zum Ort der Inszenierung: Pfarrerin Sylvia Engels und Chefdramaturgin Inge Zeppenfeld laden zur neuen Veranstaltungsreihe ein.. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. „Inszenieren und Inspirieren“ nennen Pfarrerin Sylvia Engels und Chefdramaturgin Inge Zeppenfeld eine Veranstaltungsreihe, die das Theater zur besten Matineezeit am Sonntagvormittag sozusagen in die Kirche bringt.

Zu drei bis vier aktuellen Inszenierungen des Theaters stellt Theologin Engels die Sicht der christlichen Überlieferung in den Dialog – weit entfernt von religiösem Dogmatismus. Doch Diskussionen um elementare Themen wie Gerechtigkeit, Wahrheit und Hoffnung entstehen dabei immer.

Zunächst stellen die Schauspieler einen kleinen Ausschnitt der Inszenierung in einer szenischen Lesung in der Citykirche vor. Engels stellt dem einige Texte mit christlichem Hintergrund gegenüber. Anschließend diskutieren Schauspieler, Pfarrerin, Regisseure und Dramaturgen mit dem Publikum. „Jetzt sehe ich das Stück ganz anders, ist eine oft geäußerte Reaktion“, berichtet Engels von Rückmeldungen.

Doch nicht nur die Zuschauer bekommen manchmal eine neue Sicht auf ein Stück und seine Hintergründe. Auch die Macher am Theater erleben das regelmäßig. „Nach ‚Inszenieren und Inspirieren‘ zu ‚Urban Girls‘ wurden die Vorstellungen anders“, erzählt Zeppenfeld. Und für Engels ist die Reihe ohnehin ein Quell der Inspiration: „Kirche kommt so neu ins Denken und auch raus aus der routinierten Sprache. Wir werden mit unserer Verkündigung und unseren Werten herausgerufen.“ Denn beim Theater gehe es eben oft um die Verletzung von Werten.

Neue Bezüge sehen

„Dieser Dialog lässt freie Gedanken zu“, nennt Zeppenfeld einen wesentlichen Grund, warum sie sich seit der Spielzeit 2012/13 regelmäßig auf diesen Diskurs einlässt. „Besonders spannend und verändernd ist es immer bei den Stücken, die vordergründig gar keinen Bezug zu Glaube und Kirche haben.“

In dieser Spielzeit haben Engels und Zeppenfeld drei Schauspiele für „Inszenieren und Inspirieren“ ausgewählt. Sie starten mit „Warten auf Godot“ von Samuel Beckett am Sonntag, 20. März, um 11 Uhr in der Citykirche, Großkölnstraße. Die Schauspieler Philipp Manuel Rothkopf und Tim Knapper sowie Regisseur Christian von Treskow beteiligen sich neben Zeppenfeld und Engels an der Diskussion.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert