Die Christdemokraten sagen: „Aachen kann mehr”

Von: Albrecht Peltzer
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„Verantwortung für Aachen”: Fraktionschef Harald Baal, OB-Kandidat Marcel Philipp und Margrethe Schmeer, Mitglied im Fraktionsvorstand, stellten gestern das Wahlprogramm der CDU Foto: Michael Jaspers

Aachen. Es gibt eigentlich spannendere Lektüren als Wahlprogramme. Wenn eine Partei ihr aktuelles Programm aber in einer Auflage von mindestens 10.000 Exemplaren unters Wahlvolk bringen will, dann muss sie sich etwas Besonderes einfallen lassen, soll das Papier nicht zum Ladenhüter werden.

Die CDU ist neue Wege gegangen und stellt beim Parteitag am kommenden Dienstag einen Wahlprogrammentwurf der etwas anderen Lesart vor. Knappe 28 Seiten, farbig, bebildert, kurz gefasste Kapitel. Ergebnis einer laut OB-Kandidat Marcel Philipp „engagierten, offenen Diskussion der vergangenen eineinhalb Jahre”. Mit der Hoffnung, „dass die Aachener das Programm auch lesen”. Eine Ehre, die nur ein verschwindend geringer Teil der Wähler früheren Programmen erwies. Das soll sich jetzt ändern.

Die Christdemokraten spüren „eine Zäsur” in Aachen. Die Chancen, den OB zu stellen und in einer neuen Ratsmehrheit agieren zu können, ständen sehr gut, so Fraktionschef Harald Baal. „Verantwortung für Aachen”, lautet der Titel des Programms.

Und: Aachen kann mehr. Dies zieht sich wie ein - der Begriff sei in diesem Fall auch bei der CDU erlaubt - roter Faden durch die Programmbroschüre. Arbeit, Bildung, Zukunftssicherung - in allen Bereichen will die CDU mit ihrem politischen Agieren auf Kooperation, auf Kommunikation, auf Bürgerbeteiligung setzen.

„Uns geht es darum, was die Menschen unmittelbar bewegt”, sagt Marcel Philipp. Die Politik sollte sich mehr „an den Bedürfnissen der Menschen orientieren”. Viel ist von Eigenverantwortung die Rede, von Motivation, vom Blick über eine Ratsperiode hinaus.

So widmet sich der Programmentwurf Themenfeldern wie „Unsere Stadt”, „Unser Leben” und „Unsere Arbeitsplätze”. Weg von den klassischen Programmkapiteln wie Arbeit, Umwelt oder Verkehr will die CDU aufzeigen, dass alle Bereiche unmittelbare Auswirkungen auf das Leben in der Stadt haben, dass sie sich gegenseitig beeinflussen.

„Aachen soll wachsen”, sagt die CDU und setzt auf den Campus, auf neue Wohngebiete, auf den Zuzug vieler Menschen, die in der Stadt arbeiten und lernen. Ein wachsende Stadt, so Philipp, könne die Zukunftsaufgaben besser bewältigen.

Die CDU setze auf familienfreundliche Politik, auf Integration, auf den „gesellschaftlichen Zusammenhalt”. Und immer wieder lautet die Devise des Programms „Aachen kann mehr”. Nicht ausgesprochen, aber gemeint ist damit: Rot-Grün hat in den vergangenen fünf Jahren viele Fehler gemacht, die CDU will andere Akzente setzen.

Auch, was die Arbeit der Verwaltung anbelangt. OB-Kandidat Philipp spricht auch hier von „neuer Motivation”, von „mehr Dienstleistung”, von „mehr Bürgernähe”. „Die Verwaltung ist gut”, will er keine Schelte verteilen. Aber er sagt: „Auch die Verwaltung kann mehr.” Wie man besser wird, das wolle er als OB gemeinsam mit den Mitarbeitern erarbeiten. Und dabei „immer im Blick den Blick auf die Bürger haben”.

Eine breite Mehrheit beim Parteitag Dienstag (19 Uhr, Kurparkterrassen) gilt als sicher. Und dann soll das Papier als „Bestseller” in den Druck gehen - als Lektüre für möglichst viele Wähler.
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