Die Chancen wirtschaftlicher Weiterentwicklung nutzen

Von: Berthold Strauch
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Aachen. Oberbürgermeister Marcel Philipp (CDU) war der Gastgeber, musste aber absagen. So fehlte er bei der Gründungsversammlung des Verein „Business Network Aachen“ (BNA) im Aachener Rathaus. Dabei sei diese jetzt formierte Organisation „seine Herzensangelegenheit“, ließ der OB ausrichten.

Denn Philipp hatte bereits seit Jahren mit die Fäden gezogen, um diese Interessengemeinschaft auf den Weg zu bringen. Dazu wirkt er insbesondere als Vorsitzender des Beirats des Netzwerkes mit.

Treibende Kraft seit den Anfängen dieser Initiative Ende 2010 war Zikri Bilican (i-Qmax), dessen Firma in den Räumen des Agit-Technologiezentrums angesiedelt ist. Dort hatte es im November 2011 auch den „ersten Aufschlag“ gegeben: einen deutsch-türkischen Wirtschaftstag, der Akteure aus beiden Ländern, die in der Aachener Region oder am Bosporus engagiert sind, an einen Tisch zusammenbrachte.

Damit war es für Bilican, der die Geschäftsführung in der Gründungsphase übernommen hatte, ein kurzer Weg zu Frank Leisten, der sich für die Agit um Ansiedlungswerbung und Investorenberatung kümmert. Während sich Bilican bei den Vorstandswahlen aus der vordersten Reihe zurückzog, übernahm Halil Bilgin diese Position, während Leisten sein Stellvertreter wurde.

Weltweit agieren

Überhaupt sei es „der große Drive“ gewesen, den insbesondere türkischstämmige, in Aachen engagierte Unternehmer und Geschäftsleute in den Aufbau des Netzwerks steckten, der die ersten gemeinsamen Ideen konkret weitergetrieben habe, erinnerte OB im Gespräch mit unserer Zeitung. Allerdings soll das BNA keinesfalls auf diesen Teil Europas beschränkt bleiben, sondern sogar weltweit agieren. „Das BNA hat für uns eine ungeheure Bedeutung“, bekräftigte Philipp dessen Stellenwert.

Als Vereinszweck nennt die Satzung neben der Vernetzung den Erfahrungsaustausch mit international agierenden Partnern, sowohl in der Wirtschaftsregion Aachen – entsprechend dem Zuständigkeitsbereich der Industrie- und Handelskammer (IHK) mit Aachen und der Städteregion, inklusive der Kreise Düren, Heinsberg und Euskirchen – als auch im Ausland zu unterstützen und dafür „einen institutionellen Rahmen zu bieten“. Klar, dass hinter diesem Konzept ebenso das wechselseitige Erschließen neuer Märkte steckt.

„Wir wollen“, so Marcel Philipp auf Nachfrage, „die Chancen zur wirtschaftlichen Weiterentwicklung nutzen.“ Aus diesen Initiativen, erinnerte der OB weiter, sei bereits eine enge, partnerschaftliche Kooperation mit den türkischen Städten Bursa und Sariyer entstanden, konkret auch ein gemeinsames Ausbildungsprojekt mit der Aachener IHK und ihrem türkischen Gegenpart Ispat.

Den regionalen Aspekt unterstreichen BNA-Mitglieder wie die Kreisverwaltung Düren und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Heinsberg sowie viele Unternehmen und Dienstleister. Auch international habe das Netzwerk bereits viel Aufmerksamkeit geweckt, verwies Zikri Bilican besonders auf eine Auszeichnung durch die Europäische Union als „Best-Practice-Beispiel“.

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