Die CDU sucht den Weg in die Normalität

Von: Albrecht Peltzer
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Die CDU sucht den Weg zurück in die Normalität. Weg vom Zwist über Personen und Positionen hin zur Sacharbeit. Und das Vorhaben scheint erfolgversprechend zu sein.

 Ein Anfang wurde am vergangenen Wochenende gemacht. Bei einer Klausurtagung im beschaulichen Eifelörtchen Simonskall.

„Fruchtbare Atmosphäre“

Fraktionsvorsitzende Maike Schlick sprach gestern von einer „sehr fruchtbaren Atmosphäre“, in der die fast vollzählig angereiste Ratsfraktion diskutierte. „Natürlich kann nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen sein“, so Schlick. „Aber wenn es um Sachthemen geht, dann sind wir wieder auf einem guten Weg.“ Wie stellt sich die CDU in den kommenden Monaten ohne Koalitionspartner auf? Welche Schwerpunkte will sie setzen? Welche Anträge sollen auf den Weg gebracht werden? Und: Wie kann man sich schon mit Blick auf die Kommunalwahlen im kommenden Jahr positionieren? Mit diesen Fragen setzten sich die Christdemokraten in der Eifel auseinander.

Es ging vor allem um die großen Leitthemen der Stadt: Mobilität steht da ganz oben an. Ebenso wie die Stadtentwicklung, wie Familienpolitik und Wirtschaftsentwicklung. Ein ureigenes CDU-Thema ist und bleibt auch das Vorhaben, die Stadtbezirke zu stärken, ihnen Gewicht bei der Frage zu geben, in welche Richtung die Stadt steuern soll. Schlick: „Wir haben viele Ideen gesammelt, die jetzt sowohl in Anträge münden als auch in unser Programm einfließen werden.

Mehrheiten suchen, lautet die Aufgabe der nächsten Zeit. Seit die Grünen die Koalition aufgekündigt haben, beschäftigt die CDU vor allem die Frage, wie und mit wem sie politische Ziele verwirklichen kann. „Ich sehe uns als größte Fraktion da auch in der Verantwortung“, zeigt sich Maike Schlick selbstbewusst. Mit der SPD-Fraktion hat es bereits ein erstes Gesprächsei der Scheidung von den Grünen gegeben. Mit der FDP suchen die Christdemokraten den Meinungsaustausch. Und auch weitere Gespräche mit den Grünen sind für Maike Schlick kein Tabu.

Wechselnde Mehrheiten

„Es wird in den nächsten Monaten von den einzelnen Themen abhängig wechselnde Mehrheiten geben“, weiß Schlick. Da sei wichtig, genau abzustecken, wo die Rats-Fraktionen stehen, wo Zusammenarbeit möglich ist, wo es unüberbrückbare Differenzen gibt. Schlick: „Darin sehe ich auch eine Chance für wirklich konstruktive Arbeit.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert