Die Bildung schlüpft in ganz neue Rollen

Von: Hanna Sturm
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Sie geben professionelle Hilfe: Organisatoren, Theaterfachleute und Berater der Schultheatertage 2010. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. An vielen Schulen in der Städteregion wird in diesen Tagen fieberhaft geprobt und vorbereitet, denn am 17. Mai fällt der Startschuss zu den Schultheatertagen 2010. Zum sechsten Mal präsentieren Schüler und Schülerinnen ihre Produktionen auf den Bühnen der Region, so etwa im Theater Aachen, im Grenzlandtheater, dem Theater K in der Bastei oder der Burg Willhelmstein in Würselen, um nur einige der insgesamt 13 Spielstätten zu nennen.

„In den vergangenen zwölf Jahren sind die Schultheatertage sehr gewachsen. In diesem Jahr haben wir 50 Projekte, an denen sich 1800 Schüler beteiligen”, sagt Gregor Jansen, Schuldezernent der Städteregion. Dabei stehen bis zum 24. Juni nicht nur Grundschüler, sondern vermehrt auch Projektgruppen von weiterführenden Schulen und Berufskollegs auf der Bühne.

„Die kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen ist ein sehr wichtiges Anliegen”, so Jansen. Die Koordination übernimmt das Städteregionale Bildungsbüro. In diesem Jahr sind mit der Grundschule Kettenis und dem Bernardinuscollege in Heerlen auch zwei Schulen aus den Nachbarländern beteiligt.

Die Theaterstücke stehen dabei nicht unter einem bestimmten Motto, wie Elke Kunst, die Projektleiterin für den Bereich Grundschule, betont. „Wir möchten bei den Schultheatertagen die Vielfalt zeigen und ermöglichen, die an den Schulen gewünscht wird.” Ob Musical, Tanztheater oder Komödie, Theaterklassiker oder selbstgeschriebenes Stück - den Kindern und Lehrern waren keine Grenzen gesetzt.

Jeder Theatergruppe hat dabei professionelle Unterstützung zur Seite gestanden. An der Grundschule Pannesheide war das etwa Schauspieler Jan Fredrik Hofmann, der mit den Lehrerinnen Martina Bruns und Anja Terodde die Stücke nach den „Peterson und Findus”-Kinderbüchern von Sven Nordqvist einstudierte.

„Die Kinder haben sich schon vorab sehr engagiert, selber Dialoge und Regieanweisungen geschrieben. Bei den Proben konnten sie dann von der Bühnenerfahrung von Jan Fredrik Hofmann profitieren”, berichtet Bruns. Die Grundschüler präsentieren ihre selbst verfasste Bühnenversion von „Peterson und Findus” am 19. Mai, in den Kammerspielen des Theater Aachens. In anderen Schulen steht dagegen die Kostümgestaltung im Vordergrund, wie etwa bei dem Projekt der Hauptschule Drimborn mit Kostümbildnerin Anja Setzen. Aus Müll und gebrauchten Materialien haben die Jugendlichen ihre fantasievollen Kostüme zu dem Theaterstück „Die Zauberschule der Raben” nach Otfried Preußlers „Krabat” gestaltet, das im Theater 99 aufgeführt wird.

Der Eintritt zu den Vorführungen ist frei, wegen der großen Nachfrage ist es aber nötig, vorab Karten zu reservieren. Allerdings sind einige Veranstaltungen bereits ausverkauft. Die Schultheatertage beginnen am Montag, 17. Mai, und dauern bis Donnerstag, 24. Juni.
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