Aachen - Die Besten bleiben nicht lange im Sattel

Die Besten bleiben nicht lange im Sattel

Von: Rauke Xenia Bornefeld
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Wer braucht da Wasser: Bei den Sondereinlagen sorgte nicht nur die Disziplin des Sandskifahrens für großes Aufsehen. Foto: Andreas Steindl
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Wer braucht da Wasser: Bei den Sondereinlagen sorgte nicht nur die Disziplin des Sandskifahrens für großes Aufsehen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Jeans, Cowboyhut und Stiefel: Das ALRV-Gelände gehört wieder für zehn Tage den Westernreitern. Von vergangenem Freitag bis zum 9. Oktober tragen rund 600 nationale und internationale Reiter die Q16 International DQHA Championship 2016 in der Soers aus.

Am Samstagabend wurde das Turnier der Deutschen Quarter Horse Association (DQHA) nach längerer Zeit wieder mit einer Feier im Deutsche-Bank-Stadion eröffnet.

Deutlich verspätet begann der Einmarsch der Aktiven, Ehrengäste und Richter hinter der US-amerikanischen und deutschen Flagge. Die Zuschauer, die sich im Deutsche-Bank-Stadion leider etwas verloren, hatten so noch die Chance, entweder beim rasanten Reinig in der Albert-Vahle-Halle zuzuschauen oder sich die Hunter-Prüfung im Dressur-Geviert zu Gemüte zu führen. Da sahen die Reiter allerdings gar nicht nach Cowboys und Cowgirls aus. Hat doch die Hunter-Disziplin ihren Ursprung in der englischen Jagd, weshalb die Reiter traditionell Reitkappe und eng anliegende Reithosen tragen.

Deutlich mehr Stetsons, aber erst mal kaum Pferde, bekamen die Zuschauer dann bei der Eröffnungsfeier zu sehen, denn zunächst wurde den internationalen Richtern gedankt, einige der 600 Sportler aus Deutschland und weiteren fünf europäischen Ländern begrüßt sowie Ehrengäste willkommen geheißen. Dass auch die Präsidentin des American-Quarter-Horses-Mutterverbandes, Sandy Arledge, sich auf den Weg nach Aachen gemacht hat, zeigt den Stellenwert des Aachener Turnieres, obwohl zumindest am Samstagabend diejenigen, die diesen vielseitigen Sport mit dem American Quarter Horse betreiben, eher unter sich waren.

Fulminanter Abschluss

Deshalb war es vielleicht auch nicht so schlimm, dass die Präsentation der einzelnen Disziplinen etwas schmal ausfiel. Für 14 verschiedene Anforderungen vom Reining bis zum Cutting werden in Aachen die Besten gesucht. Was das genau ist, wurde am Samstag leider nur in Ansätzen anschaulich gemacht.

Fulminant endete die Feier mit den „Future Guys“ aus den Niederlanden. Schon die Westernreiter vollbringen mit ihren Pferden kleine Stunts, wenn sie beim Reining aus vollem Galopp einen Slide-Stopp hinlegen oder ein Rind von einer Herde trennen. Das ist allerdings nichts gegen das, was die „Future Guys“ auf ihren Pferden vollbringen: Auf dem Kopf stehen, an der Seite hängen, abspringen und gleich wieder zurück in den Sattel, Kopfüber über das Hinterteil des Pferdes herabhängen – natürlich immer im gestreckten Galopp. Da konnten auch die Westernreiter nur noch jubelnd staunen.

Und wer jetzt noch genau wissen will, was die vielseitigen, kleinen American Quarter Horses und ihre Reiter alles drauf haben, dem bleibt nur ein gut gemeinter Hinweis: Selber gucken gehen. Denn schön anzuschauen und oft äußerst rasant sind die verschiedenen Disziplinen allemal.

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