Die Alt-Aachener Bühne zeigt „Spuek ejje Pastorat“

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
Letzte Aktualisierung:
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Hier ist was los: Bei der Alt-Aachener Bühne geht es auch im Pastorat drunter und drüber. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Ein vielversprechender Premierenabend der Alt-Aachener Bühne war mal wieder angezeigt. „Spuek ejje Pastorat“ nennt sich das Stöcksje en zwej Opzög, frei nach dem Schwank von Erich Koch.

Das „der Spielschar und dem Öcher Platt gut gesonnene Publikum“ machte Geschäftsführer und „Mädchen für alles“ Ewald Stork bereits mit seinem Vorwort auf das Geschehen neugierig. Seit August war geprobt worden, nun zeigte das Ensemble die Früchte seiner Arbeit im Dienst bester Unterhaltung.

Von der ersten Minute an wurde gelacht und gekichert, ausgiebig und immer wieder auf offener Bühne Beifall gespendet. Ja, die Zuschauer wurden sogar gleich zu Beginn zum Begleitchor und stimmten an: „Wo mag er sein, wo mag er bleiben . . .“.

Damit war bereits angedeutet, worum es in dem Schwank geht. Heiratswillige gibt es – und nicht überraschend – besonders unter den Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts. Was ja eigentlich auch nicht das Schlechteste ist. Eher schon: Hier wird auch gestohlen. Und das in einem Pfarrhaus! So erwartet auch Pfarrköchin Ilse Spukhenne (Sabine Plum) den neuen Pastor und überbrückt die Wartezeit mit nicht nur einem Gläschen Messwein, um sich „schön zu trinken“.

Sie jedenfalls landet mit ihrem drängenden Charme in den Armen eines ebenfalls liebstollen Totengräbers (Günter Erkens), der von sich selbst durchaus überzeugt ist: „Die Frauen drängen sich nach mich!“ Die Krone setzt den werbenden Damen Malchen Mostart (Helene Reißer) als Faktotum auf, die wie stets als brillierendes Unikum bis zuletzt ihre Hoffnung auf einen „Herrn aus dem Publikum“ setzt und rechtzeitig mit Winkewinke um ihn wirbt.

Mehr sei nicht verraten. Nur soviel: Das Ensemble überbietet sich wieder einmal selbst mit komödiantischer Darstellung. So treten in weiteren Rollen auf: Küster Alois Düvel (Richard Strauch), das Geschwisterpaar Hilde und Johannes Lammkeule (Birgit Drews/Ralf Büter), ihre Mutter, die Klüttenhändlerin Emilie Lammkeule (Resi Frings) sowie das Gauner- und Geschwisterpaar Mattes und Medi Möschkopp (Thomas Muckel/Irmgard Farber). Letztere sind auf Diebestour unterwegs, bis zuletzt ein einziger „Unfehlbarer“ auf der Bühne erscheint: der solange erwartete Pfarrer Benedikt Mondkälbchen (Franz Schnitzler). Fazit: heiterer Abend garantiert. Wobei Bühnenbild, Kostüme und Maske das Ihre tun.

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