Aachen - Dicke Luft im Kaiserbad bringt Jugendtreff ins Schwitzen

Dicke Luft im Kaiserbad bringt Jugendtreff ins Schwitzen

Von: Matthias Hinrichs
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Noch eine Baustelle: Im „Aach
Noch eine Baustelle: Im „Aachen-Fenster” sind Maßnahmen zur Klimatisierung nötig. Doch das Projekt ist ins Stocken geraten. Foto: Jaspers

Aachen. Die sprichwörtlichen Spatzen pfeifen es nicht erst seit kurzem von den Dächern - und nicht nur vom schrägen Dach des berühmten Kaiserbads am Büchel.

In Sachen Aachen-Fenster, das bekanntlich vor allem als offener Jugendtreff und Schüler-Café unter der Regie des Philipp-Neri-Hauses genutzt wird, klemmt es gewaltig. Technische Probleme - aktuell vor allem im Hinblick auf die Lüftung der Einrichtung, die seit Jahr und Tag im architektonischen Vorzeigeprojekt beheimatet ist - treiben nicht nur die jugendlichen Gäste um. Einmal mehr haben sich auch die politischen Fraktionen im Stadtrat in der „unendlichen Geschichte” zu Wort gemeldet, wie SPD-Ratsherr Martin Künzer die leidige Auseinandersetzung inzwischen kennzeichnet.

Partys kaum noch möglich

Denn: „Bereits vor einem guten Dreivierteljahr haben wir das Gebäudemanagement beauftragt, dringend notwendige Reparaturen endlich auf den Weg zu bringen. Jetzt wollen wir den Druck erhöhen”, erklärt auch Grünen-Politikerin Hilde Scheidt. Angesichts der buchstäblich dicken Luft im „Aachen-Fenster” drohe den Mietern von der Initiative in Kullen selbige allmählich auszugehen, sagt Scheidt. „Die Jugendlichen können zum Beispiel keine Partys mehr veranstalten, weil die Temperaturen im Handumdrehen unerträglich werden”, weiß Scheidt.

„Allmählich haben wir den Eindruck, dass das Ganze auf die lange Bank geschoben wird”, konstatiert auch Künzer. Dabei stelle die Initiative als einzige Offene Tür in der City eine wichtige Anlaufstelle mit engagierten Mitarbeitern dar, betont Scheidt. „Allerdings müsste eine Nutzungsänderung beantragt werden, um die Palette der Angebote zu verbessern.” Denn derzeit biete das „Aachen-Fenster” Kapazitäten für maximal 99 Personen - das sei eindeutig zu wenig. Um den Knoten zu durchschlagen, habe die Politik bereits Ende vergangenen Jahres 45.000 Euro im Haushalt reservieren lassen.

„Nach wie vor wird der Schwarze Peter aber zwischen den Hauptbeteiligten hin und hergeschoben”, kritisiert Künzer - in der Tat scheint die Situation in Sachen Verträge einigermaßen vertrackt.

„Faktisch befindet sich das Kaiserbad im Besitz einer Berliner Immobiliengesellschaft”, erklärt Axel Costard vom Presseamt. Zwar sei die Stadt im Zuge des Erbbaurechts unbefristet als Pächterin und zugleich Vermieterin mit alleinigem Nutzungsrecht im Boot. Die Auseinandersetzung darüber, wer denn nun für die Herrichtung der technischen Infrastruktur zuständig sei, dauere indessen an. „Es stimmt, dass sich die Gespräche mit der Besitzerin erheblich hingezogen haben”, räumt Costard ein. Abhilfe sei aber in Sicht: „Wir sind zuversichtlich, dass wir in Kürze zu einer Einigung kommen.”
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