DGB stellt den 1. Mai unter das Motto Solidarität

Von: Marie Eckert
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Stellen den 1. Mai in diesem Jahr unter das Motto Solidarität: Ursula Rohrer, Ralf Wölk und Thomas Hartmann (rechts) vom DGB. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Solidarität ist beim Deutschen Gewerkschaftsbund keine Floskel, sondern seit Anbeginn ein wichtiger Wert. Zum Tag der Arbeit am 1. Mai demonstriert der DGB genau dafür – für mehr Solidarität, zwischen den arbeitenden Menschen, Generationen, Einheimischen und Geflüchteten, zwischen Starken und Schwachen.

Passend dazu lautet das diesjährige Motto „Zeit für mehr Solidarität“, wobei Zeit eine doppelte Bedeutung hat: „Es ist einerseits an der Zeit, gewisse Dinge anzusprechen, andererseits brauchen wir neben Überstunden und Leistungsverdichtung wieder mehr Zeit“, erklärte DGB-Regionsgeschäftsführer Ralf Woelk.

Die Solidarität sei ein Gründungsmotiv der Gewerkschaft und das Gegenteil zur Ellenbogengesellschaft. „Wir brauchen die Solidarität als Wert für die Gesellschaft“, betonte Woelk. Außerdem spricht sich der DGB unter anderem gegen Lohndumping und Rassismus und für Gerechtigkeit für Frauen auf dem Arbeitsmarkt, Steuergerechtigkeit und für eine Stärkung der gesetzlichen Rente aus.

Die klassische Demonstration zum ersten Mai beginnt um 10 Uhr am DGB-Haus in der Dennewart-straße. Von dort aus macht sich der Demo-Zug auf den Weg zum Markt, drei verschiedene Gruppen sind dabei. Die DGB-Jugend, die mit einem Truck den Schluss des Zugs bildet und etwas zum Thema „Mehr Zeit für gerechte Bildung“ beitragen wird. Zweiter im Bunde ist die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) unter dem Motto „Die Zeit gehört uns!“, vor allem im Hinblick auf den freien Sonntag. Der dritte Akteur ist die Antira/Antifa-Offensive.

Ab 11 Uhr gibt’s auf dem Markt ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit Gesprächen, Musik von der Punkrock-Band „Forger“ und Kabarett von „Muita Merda“. „Wir wollten das übliche Prozedere, den ersten-Mai-Trott, aufbrechen“, erklärte Woelk. Außerdem habe man in diesem Jahr nicht auf Hauptredner gesetzt, sondern auf viele regionale Akteure.

Die lockeren Gesprächsrunden auf der Bühne widmen sich unterschiedlichen Themen: Solidarität in Betrieben, die Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt, die Eingrenzung der Arbeitszeiten. Drumherum gibt’s ein buntes Rahmenprogramm für Jung und Alt mit Infoständen von Verbänden und Kulturvereinen, Speisen, Getränken sowie ein Kinderprogramm mit Hüpfburg, Schminken und Clowns-Show. Ein Fest für die ganze Familie also, und zwar im Namen der Solidarität.

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