Aachen - DFB-Mobil fährt an der Forster Linde vor

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DFB-Mobil fährt an der Forster Linde vor

Von: Kathrin Albrecht
Letzte Aktualisierung:
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Demotraining des DFB-Mobils in OGS Forster Linde: Philip Herbig und Barbara Schwirin trainierten mit den Kinder das Fußball-ABC. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Einmal kicken wie die Großen – davon träumen viele Nachwuchs-Fußballspieler. Für 23 Kinder der offenen Ganztagsschule Forster Linde wurde dieser Traum ein kleines bisschen erfüllt, denn das Mobil des Deutschen Fußball-Bundes machte dort Station für ein Demo-Training.

Seit 2009 steuert das DFB-Mobil Fußballvereine im ganzen Bundesgebiet an, um Basisarbeit im Training zu leisten. Seit einem Jahr gibt es das Angebot auch für Schulen. Also zögerte der fußballaffine Grundschullehrer Bastian Mölders, der bei DJK Rasensport Aachen-Brand auch eine F-Jugendmannschaft trainiert, nicht lange, und bewarb sich kurzerhand mit seinen beiden Fußball-AGs. „Die Kinder freuen sich wahnsinnig und sind den ganzen Tag schon ganz hibbelig“, erzählt er. „Natürlich haben sie auch gefragt, ob Jogi Löw kommt.“

Der Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft kommt nicht, aber dafür stehen Barbara Schwirin und Philip Herbig in der Turnhalle der Schule, verteilen Pilone in der Halle, um vier Felder abzugrenzen. Das werden die „Stadien“ für die vier Gruppen, die gleich für das Training gebildet werden. Den beiden Trainern geht es vor allem um die Vermittlung von Grundlagen. „Ein häufiges Problem ist, dass an Grundschulen Sport auch oft fachfremd unterrichtet wird. Bei uns geht es um spielerisches Bewegen mit dem Ball. Wir machen kleine Felder, kleine Tore, viele Gruppen. So verhindern wir das Bolzen und fördern, dass auch jeder nach seinen Fähigkeiten mitmachen kann“, erklärt Schwirin.

Mölders verspricht sich einige Anregungen von diesem Training für seinen eigenen Stundenaufbau. „In meinen AGs spielen Kinder mit ganz unterschiedlichen Vorerfahrungen und Fähigkeiten. Da bin ich schon neugierig, wie ich das im Training unter einen Hut bekomme.“ Und dann laufen sie ein: Jill, Robin, Maurice und die anderen, manche haben natürlich ein Trikot mit ihrem Idol an: Müller, Özil, Raul – sogar ein Kevin Kuranij ist noch vertreten. Trainer Philip erklärt erst einmal die Regeln und teilt die Mannschaften ein: Es gibt die roten „Bayern“, die blauen „Schalke“, die gelbe „Alemannia“– schließlich sind wir in Aachen – und die weiße „Nationalmannschaft“.

Dann geht es los – und die ersten 20 Minuten kommt ein Ball gar nicht zum Einsatz, sondern erst einmal gibt es Laufspiele zum Aufwärmen. Dann endlich kommt der Ball. Spielerisch trainieren die kleinen Nachwuchskicker Dribbeln und schulen ganz nebenbei ihre kognitiven und koordinativen Fähigkeiten. Bastian Mölders beobachtet das alles vom Spielfeldrand aus und macht sich Notizen. „Die Kinder sind toll und konzentriert bei der Sache und wirklich jeder kann seinen Fähigkeiten entsprechend mitmachen.“ Und: „Die DFB-Trainingsanzüge machen eine Menge aus, so konzentriert sind sie sonst nicht bei der Sache“, stellt er schmunzelnd fest.

Auch Jill ist eifrig bei der Sache. Das Mädchen, das an der OGS die dritte Klasse besucht, spielt seit vier Jahren Fußball und hat Franck Ribéry zum Vorbild. Irgendwann will sie einmal ebenso mit dem Ball zaubern können, wie der Mittelfeldspieler vom FC Bayern München. Nach 45 Minuten ist das Training beendet und zur Belohnung gibt es ein kleines Fußball-Turnier zwischen den Mannschaften. Für Lehrer gibt es im Anschluss noch einen kleinen Theorieteil, in dem Barbara Schwirin unter anderem auch Anregungen für den Einbau von kleinen Bewegungseinheiten in Pausen weitergibt. Für die Kinder an der OGS Forster Linde wird der Besuch vom DFB wohl noch einige Zeit Gesprächsthema bleiben.

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