Deutschlands erstes Hospiz: Haus Hörn mit Millionenaufwand ausgebaut

Von: Laura Hentz
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Stolz auf den aufwendigen Umba
Stolz auf den aufwendigen Umbau im Haus Hörn: Beatrix Hillermann (rechts/Hospiz-Leitung), Tanja Crumbach (pflegerische Leitung des Hospizes/links), Geschäftsführer Manfred Vieweg und Jutta Hippich (Leiterin der Intensiven Langzeitpflege). Foto: Andreas Schmitter

Aachen. „90 Prozent der Menschen wollen zu Hause sterben”, weiß Dominik Groß, Vorsitzender des Fördervereins für das Hospiz im Haus Hörn. Dieser letzte Wunsch könne aber leider oft nicht erfüllt werden. Hospize wollen eine würdevolle Alternative sein.

Im Haus Hörn ist man deshalb stolz darauf, vor 25 Jahren das erste Hospiz Deutschlands gegründet zu haben. Jetzt feierten die Verantwortlichen, Gäste und Angehörige in einem Festakt den Abschluss der 18-monatigen Umbauarbeiten von Hospiz und Intensiver Langzeitpflege. Die Verantwortlichen investierten 3,7 Millionen Euro, um die beiden Einrichtungen wohnlicher zu gestalten: moderner gestaltete Räumlichkeiten, neue Aufenthaltsräume und mehr Einzelzimmer.

Die Zimmer sind möbliert. Doch jeder Gast darf seine Lieblingsstücke mitbringen. Eine schöne Verbesserung - vor allem für bettlägerige Bewohner - sind die neuen Lichtelemente in der Decke. „Ich hoffe, dass wir wieder den Grundstein gelegt haben, um gute Pflege für beide Einrichtungen leisten zu können”, sagte Geschäftsführer Manfred Vieweg.

Das Hospiz bietet zwölf Plätze für Menschen in der letzten Lebensphase, die keine Heilungschancen mehr haben. Sie und ihre Angehörigen werden hier begleitet. Die Mitarbeiter möchten auch letzte Wünsche erfüllen: Ein Sterbenskranker wollte zum Beispiel unbedingt noch die Hochzeit seines Sohnes erleben. Mit der Begleitung eines Hospizmitarbeiters war das möglich.

In der Intensiven Langzeitpflege können 26 Menschen betreut werden. Oft sind das Wachkomapatienten, Menschen mit neurologischen Erkrankungen oder solche, die durch einen Unfall oder eine Hirnblutung aus ihrem früheren Leben gerissen wurden. So erging es auch Frau ter Stege, die hier seit 2006 lebt. Therapien, Pflege und viel Zuwendung durch die Familie haben ihre Situation wieder etwas stabilisieren können. Einrichtungen wie das Haus Hörn ermöglichen Menschen wie Frau ter Stege würdevolle Unterstützung.
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