„Deutschland für Anfänger“: Ausstellung spielt mit Klischees

Von: Lale Dalz
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"Deutschland für alle": In der Nadelfabrik am Reichsweg stellten Sadio Barry (Vorsitzender Integrationsrat), Walter Köth (Leiter Nadelfabrik), Heidemarie Ernst, Heinrich Emonts und Achim Kockerols (alle Stadt Aachen) die Ausstellung vor. Foto: Andreas Steindl

Aachen. „Deutschland für Anfänger“ – so lautet der Titel einer Wanderausstellung in der Nadelfabrik am Reichsweg. Unterhaltsam und informativ, bunt und interaktiv präsentiert sich diese bundesweit umherwandernde Ausstellung der Bundeszentrale für Politische Bildung.

Anhand der Buchstaben des Alphabets werden die Besucherinnen und Besucher eingeladen, die eigene Kultur zu erleben. Dabei können sie vieles ausprobieren – Klappen und Schubladen öffnen, sich von einer Polizeinotrufsäule das Grundgesetz vorlesen lassen, Klingeln betätigen, Kultobjekte bestaunen und Meinungen und Daten rund um Deutschland erfahren. Es ist ein Spiel mit deutschen Klischees, das zum Nachdenken über das Fremdbild der Deutschen und die eigene Identität anregt.

Ob A wie Arbeit, F wie Fußball, T wie Tagesschau oder Z wie Zukunft – es sind Bestandteile deutscher Identität und Gesellschaft, welche hier mal ernst und mal ironisch präsentiert werden.

Und das nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Englisch und Türkisch, denn „Deutschland für Anfänger“ richtet sich auch und besonders an Einwanderer. In Zusammenarbeit mit der Einbürgerungskampagne der Städteregion gibt es einen Informationsstand, an dem sich Migrantinnen und Migranten ohne deutsche Staatsbürgerschaft zum Thema Einbürgerung beraten lassen können.

Diese aktiv gelebte und erfahrbare Integration passt gut zur Nadelfabrik. Das ehemalige Industriegebäude dient nun als Stadtarchiv sowie als Raum für verschiedene Vereine, Initiativen und Ansprechpartner wie zum Beispiel das kommunale Integrationszentrum der Stadt Aachen. Somit bietet es im Ostviertel einen Raum der Identitätsstiftung und Begegnung.

Begleitend zur Ausstellung wird am 22. Mai der Film „Wie geht Deutschland?“ aufgeführt. Gemeinsam mit den Jugendlichen von „Maria im Tann“ organisieren die Nadelfabrik und das Kommunale Integrationszentrum die Filmvorführung mit anschließender Diskussion. Sieben minderjährige Flüchtlinge, welche im vergangenen Jahr nach Deutschland kamen, stellen in diesem Film ihre Eindrücke und Erfahrungen zum Thema Deutschland dar.

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