Deutsche Kameliengesellschaft feiert 25-jähriges Bestehen

Von: Maike Holle
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Objektive Schönheiten: Drei neue Züchtungen wurden bei der Jubiläumsveranstaltung getauft. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Die Mitglieder der Deutschen Kameliengesellschaft verbindet eines: die Liebe zu ihren Pflanzen. Ihr 25-jähriges Bestehen nahmen sie jetzt zum Anlass, um aus ganz Deutschland anzureisen und in Aachen gemeinsam zu feiern, denn hier wurde der Verein 1992 gegründet.

Der Verein besteht aus Interessierten, Freunden und Fachleuten der Kamelie. Die ostasiatische Pflanze gilt mit über 240 Arten und rund 30.000 Sorten als eine der vielfältigsten Gartenpflanzen und ist aufgrund ihrer Blütezeit auch als die „Rose des Winters“ bekannt. Diese Besonderheiten wissen die rund 500 Mitglieder zu schätzen, weshalb sie sich für die Förderung des Wissens um die Gattung in wissenschaftlicher, kultureller, allgemeinbildender und informeller Hinsicht einsetzen. Zudem fördern sie unter Denkmalschutz gestellte Exemplare und öffentlich zugängliche Kameliensammlungen bundesweit.

Höhepunkt der Jubiläumsfeier waren die Präsentation und Taufe von drei Kamelien-Neuzüchtungen. Wie es zu dem Namen „Europa“ für eine der Züchtungen kam, erzählte der Vorsitzende des Vereins Hartmut Eisen: Einmal jährlich seien die Mitglieder der Gesellschaft in Europa unterwegs – wie beispielsweise dieses Jahr in Spanien. Dabei stoßen sie immer wieder auf Gastfreundschaft. Das gemeinsame Interesse an der Kamelie verbinde Menschen weltweit und das bekomme man zu spüren, berichtete Eisen. So erschiene ihm der Name „Europa“ als eine gute Wahl, um die Verbindung zwischen dem Verein und Europa auszudrücken.

Sabine Verheyen, Vertreterin des Europarates in Brüssel, hob in ihrer Ansprache hervor: „Die Mitglieder des Vereins schließen in ganz Europa Freundschaften. Und solche Freundschaften sind für uns heute wichtiger denn je.“ Aachen halte sie als Stadt im Herzen Europas für einen passenden Ort für die Taufe der Pflanze und erläuterte zudem: „Die Kameliengesellschaft setzt mit der Namensgebung ein wichtiges Zeichen. Sie tritt für die Werte Europas ein und ist damit eine Bereicherung für uns alle“.

Eine weitere Züchtung wurde nach der Britin Patricia Short, der langjährigen Präsidentin der International Camellia Society, benannt. Sie ist zugleich Ehrenmitglied der deutschen Gesellschaft. „Patricia Short hat viel für die internationale Kameliengesellschaft getan“, erklärte Eisen. Dafür wollte sich der Verein mit einem ganz besonderen Geschenk bei ihr bedanken: eine handgemachte Holzschale aus Kamelien.

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