Deutsch-indische Gesellschaft feiert 25. Geburtstag

Von: Kathrin Albrecht
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Bereiten 25 Jahre Deutsch-Indische Gesellschaft vor: von links Jürgen Franz und Helga Hanek (beide Vorstand Deutsch-Indische Gesellschaft), Abhiishetz Baskaran, Sigrid Hufschmidt (Vorstand), Peter Hufschmidt und Aravinth Palaniswamy. Foto: Andreas Steindl

Aachen. „Verglichen mit Europa bietet Indien an landschaftlicher Vielfalt fast alles vom Nordkap bis Sizilien“, beschreibt Jürgen Franz, Vorsitzender der Deutsch-Indischen Gesellschaft Aachen seine Faszination für den Subkontinent, auf dem rund 1,2 Milliarden Menschen leben.

Im September 1989 gründeten einige Indien-begeisterte Aachener mit ehemaligen indischen Studierenden an der RWTH Aachen die Gesellschaft. Eine Säule der Arbeit ist dabei die Vermittlung der indischen Kultur. Bildvorträge, Musik- und Tanzveranstaltung bietet die Gesellschaft regelmäßig an. „Wir achten jedoch darauf, nicht nur das Dritte-Welt-Land Indien dabei zu zeigen, sondern auch das moderne Indien als aufstrebende Wirtschaftsmacht und die damit verbundenen Probleme“, erzählt Franz.

Die zweite Säule der Arbeit ist das soziale Engagement. Nach der Tsunami-Katastrophe im Jahr 2004, die auch weite Teile Südindiens verwüstete, sammelte die Gesellschaft 43.000 Euro Spendengelder, um den Wiederaufbau vor Ort zu unterstützen. Die Gesellschaft unterstützt einige weitere Projekte, die zum Teil auch von anderen Aachener Organisationen mitgetragen werden, wie das Projekt Asha Vihar, bei dem eine deutsche Ärztin ein Krankenhaus und ein Kinderdorf betreibt.

Eng verbunden ist die Gesellschaft mit der studentischen „Association of Indian Students in Aachen“ an der RWTH. Gemeinsam mit den Studierenden organisiert sie wissenschaftliche Symposien und Workshops. „Die Zahl der indischen Studierenden hat enorm zugenommen. Waren es in den 90er-Jahren etwa 10 bis 15, studieren heute rund 500 junge Menschen in Aachen“, so Franz. 400 Mitglieder zählt die Gesellschaft derzeit und ist damit die größte Deutsch-Indische Gesellschaft im gesamten Bundesgebiet. „Sie glauben gar nicht, wie viele Menschen einen Bezug zu Indien entwickeln“, erzählt Franz. Das beginne mit Kinderbüchern, wie dem Dschungelbuch, mit Reisen, oder auch mit dem Interesse an fernöstlicher Philosophie und Religion.

Ihr rundes Jubiläum feiert die Gesellschaft mit einer Reihe von Veranstaltungen. Am 6. September etwa sind Interessierte ab 12 Uhr in das Aachen-Fenster eingeladen, einen „Tag in Indien“ zu erleben. Am 27. September feiert die Gesellschaft ihren offiziellen Geburtstag, zunächst mit einer Jahreshauptversammlung aller 33 deutsch-indischen Gesellschaften und einem Kulturprogramm am Abend im Theater. Ein Höhepunkt der Veranstaltungen liegt jedoch in nicht mehr allzu weiter Ferne: der indische Abend am 4. Mai im Großen Haus des Theaters Aachen.

Das Ensemble „Anubhab Academy“ nimmt ab 17.30 Uhr die Besucher mit auf eine musikalische Reise durch Nord- und Mittelindien und spannt einen Bogen von der klassischen indischen Musik zu modernen Bollywood-Songs. Die Vielfalt der indischen Tanzkultur präsentiert die Tanzgruppe „Thar Rhythm“. Sigrid Hufschmied, die das Programm mit organisiert hat und an dem Abend auch selbst mitwirken wird, erzählt: „Das Programm versucht in einer Art lebendigem Bilderbuch die Vielfalt wiederzuspiegeln. In Indien gibt es hunderte Tanzkulturen. Alles abzubilden ist fast unmöglich.“

Karten gibt es im Vorverkauf an der Theaterkasse beziehungsweise über www.theater-aachen.de

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