Deutsch-Indische Gesellschaft feiert 20-jähriges Bestehen

Von: chc
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20 Jahre Deutsch-Indische Gesellschaft in Aachen (von links): Wolfgang Brill, Bernd Luerkens, Saida Illath, Juergen Franz und Dr. Satish Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Wenn bei einer Geburtstagsfeier die Schlange der Gratulanten bis vor die Türe reicht, dann bedeutet das wohl, dass der Jubilar ziemlich viele Freunde hat. Um ihre Beliebtheit muss sich die Deutsch-Indische Gesellschaft (DIG) Aachen demnach keine Sorgen machen. Ihr 20-jähriges Bestehen wurde im Rathaus gefeiert.

Und es dauerte eine ganze Weile, bis sich der Stau vor der Eingangspforte aufgelöst und endlich alle Gratulanten im Sitzungssaal des Stadtrats versammelt waren.

Dort wurden sie von Dr. Jürgen Linden begrüßt. Der Oberbürgermeister wollte nicht nur zum Geburtstag gratulieren, sondern auch seinen Dank aussprechen. Schließlich profitiere von den ungezählten Stunden ehrenamtlicher Arbeit, die in der DIG geleistet worden sei, die ganze Stadt.

Denn die Beziehungen zu Indien, das längst keine Dritt-Welt-Land mehr, sondern ein „weltpolitischer Riese” sei, wachse nur über den persönlichen Kontakt zwischen den Menschen. Und in gerade dieser Hinsicht, habe die DIG in den vergangenen 20 Jahren eine wertvolle Brückenbauer-Funktion übernommen.

Jürgen Franz verdeutlichte auf sympathische Weise, dass es nicht immer bedeutungsschwere Worte braucht, um solch einen Anlass entsprechend zu würdigen. „Ich war einer der Mitbegründer, es war immer eine gute Sache und ich hoffe, dass es so weitergeht”, resümierte der DIG-Vorsitzende.

Nachdem er sich mit ein paar Gleichgesinnten am 7. September 1989 in der „altehrwürdigen Gaststätte Knipp” dazu entschlossen hatte, den Verein zu gründen, wuchs der fast so schnell wie die indische Wirtschaft. Heute zählt die DIG über 500 Mitglieder und ist damit bundesweit die größte Gesellschaft ihrer Art. Ihre Bedeutung wurde auch daran ersichtlich, dass sogar der indische Generalkonsul Ajit Kumar aus Frankfurt zum Festakt nach Aachen angereist war.

Jürgen Franz führt die Beliebtheit der DIG nicht zuletzt auf ihr umfangreiches Programm zurück. Mindestens eine kulturelle Darbietung gebe es pro Monat, die meisten indischen Tanzstile seien schon in Aachen zu sehen gewesen. Dass es dabei manchmal ganz schön feurig zuging, überrascht nicht. „Einmal wäre sogar fast der Brüsselsaal des Eurogress abgefackelt”, sagte Franz.

Daneben biete die DIG regelmäßig Musikdarbietungen, Vortragsreihen und Lesungen an, weiterer Aspekt der bilateralen Zusammenarbeit sei die Kontaktpflege in wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Dingen. Nicht zu vernachlässigen ist die soziale Seite. Zahlreiche Hilfsprojekte hat die DIG in Indien, einem Land in dem aufstrebende Ökonomie und grenzenlose Armut nicht weit auseinander liegen, auf den Weg gebracht.

Ein nicht wegzudenkender Bestandteil des DIG sind natürlich auch die Reisen. Dr. Satish Batra, stellvertretender Vorsitzender des Vereins, formulierte es so: „Man muss Indien riechen.”
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