Detlef Kellermann stellt „Tafel- und Weltenbilder“ aus

Von: Rauke Xenia Bornefeld
Letzte Aktualisierung:
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„Tafel- und Weltenbilder“: Detef Kellermann stellt bis zum 22. Februar im "Kunstwechsel" aus.

Aachen. Es ist ein Ausstellungsort auf Zeit – und doch hat sich der „Kunstwechsel“ an der Wilhelmstraße mittlerweile als alternativer Ort für Kunst in Aachen etabliert. Ab Samstag wird dort Detlef Kellermann fünf Wochen lang unter dem Titel „Tafel- und Weltenbilder“ ausstellen.

Kellermann ist kein unbekannter und relativ gut im Geschäft. Seine Bilder hängen bei bekannten Persönlichkeiten, Anwaltskanzleien und Werbeagenturen schmücken ihre Büros damit. Er betreibt eine gut gehende Galerie in der Nähe zum Elisenbrunnen und vertreibt kunstsinnige Kochbücher.

Trotzdem hat er sofort zugesagt, als Professor Dr. Wolfgang Becker ihn um eine Ausstellung im „Kunstwechsel“ bat. „Große Werke zu hängen, hat man in Aachen kaum die Gelegenheit“, erläuterte Kellermann, der immerhin schon seit fast 30 Jahren von seiner Arbeit als Illustrator und bildender Künstler leben kann. Außerdem habe ihn die Zusammenarbeit mit dem Kunsthistoriker und Gründungsdirektor des Ludwig-Forums Becker gereizt.

Der holt zusammen mit drei befreundeten Künstlern seit etwa zwei Jahren bekannte und unbekannte Aachener Künstler in den „Kunstwechsel“. Der Geschäftsraum gleich neben dem Suermondt-Ludwig-Forum ist zum einen sehr groß, so dass auch extreme Formate wirken können. Zum anderen fordert er die Künstler, die in Eigenregie die Bilder hängen, durch eine extreme Neutralität heraus.

In der aktuellen Ausstellung will Becker weniger den Illustrator Kellermann, sondern vor allem den Maler Kellermann präsentieren. „Es ist aufregend zu sehen, wie sich der sonst zur feinen Linie neigende Künstler am widerspenstigen Material abarbeiten muss“, sagt Becker zum Beispiel über die sieben Tafelbilder von Kellermann, die im „Kunstwechsel“ zu sehen sind.

Dafür hat Kellermann Platten aus geschichtetem Pinienholz überwiegend mit Hammer und Beitel bearbeitet, um ihnen Strukturen und Figuren förmlich abzuringen. Die Weltenbilder Kellermanns fordere ebenfalls die Ruppigkeit des sonst eher zärtlich agierenden Künstlers – zumindest wenn er die „Weltenbewohner“ auslasse, so Becker.

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