Aachen - Designstudenten der FH Aachen zeigen ihre ganze Kreativität

Designstudenten der FH Aachen zeigen ihre ganze Kreativität

Von: Katrin Haas
Letzte Aktualisierung:
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Eine Reminiszenz an das alte Computer-Spiel „Pacman“: Der FH-Designstudent Dennis Galle beschäftigt sich in seiner Abschlussarbeit mit der Essverhalten der Menschen. Foto: Harald Krömer

Aachen. Mit dem Konzept einer „Flycam“ knüpft Designstudent Andreas Spomer an die aktuelle Drohnentechnologie an: „Das ist eine fliegende Kamera, die das Zielobjekt erkennen kann und verfolgt“, erklärt der Student das Ergebnis seiner Bachelorarbeit.

Außerdem erkennt die Kamera Hindernisse und kann sich durch Lücken manövrieren. Einsetzen will der Designstudent sie vor allem im hobby- und semiprofessionellen Bereich, beispielsweise bei Sportevents. Die Designstudenten des Fachbereichs „Gestaltung“ der FH Aachen präsentieren über 30 Abschlussarbeiten auf der „Diploma Winter 2013/14“.

Missbrauch von Technik

Von der „Flycam“ steht bisher das Konzept und ein Prototyp, geflogen ist sie allerdings noch nicht. Mit dem Missbrauch der technischen Möglichkeiten hat sich Florian Singer in seinem Kurzfilm „Syn_Flood“ auseinandergesetzt. „Was würde passieren, wenn jemand auf alle Daten zugreifen kann?“, fragt sich der Kommunikationsdesigner. „Die Idee kam mir durch die NSA-Affäre, obwohl das Thema ja eigentlich schon relativ alt ist.“

In dem Film ist es allerdings kein Staat, sondern eine Einzelperson, die sich Zugang zu einer Fülle von Daten beschafft. Auch andere Absolventen üben Gesellschaftskritik und wollen mit Vorurteilen aufräumen: Dass sie eine Selbsthilfegruppe besuchen, verbergen viele Betroffene und ihre Angehörigen aus Angst vor Vorurteilen und Unverständnis. Kathrin Esser holt die Menschen aus ihrer Anonymität und doch bleibt deren Identität ein Geheimnis. Neben Selbsthilfegruppen für Suchtkranke hat sie vor allem viele Gruppen zu eher unbekannten Krankheiten besucht und die Menschen porträtiert und interviewt. „Es gibt sehr viele Klischees, damit möchte ich aufräumen“, sagt die Studentin.

Ebenfalls zum Nachdenken anregen möchte Sarah Schröder mit ihrem Projekt „Inklusion“. Sie hat sich mit Menschen, ihren Tätowierungen und den Beweggründen dafür auseinandergesetzt. „Die Träger berichten über Diskriminierung. Auffällig war, dass die Teilnehmer schon wussten, dass es Vorurteile gibt und sich daraufhin selbst zurücknehmen“, sagt Sarah Schröder. Soll heißen: Sie sind sehr vorsichtig mit der Wahl der Körperstellen. Wie beispielsweise ein Banker, der großflächig tätowiert ist – aber immer darauf achtet, dass die Motive beim Tragen eines Anzugs nicht zu sehen sind.

Gesellschaftskritisch ist auch das Magazin von Dennis Galle. Der Absolvent beleuchtet unser Essverhalten kritisch und fragt nach den Gründen, warum wir uns für Fleisch aus Massentierhaltung entscheiden. Seine Plakate sind angelehnt an das Computerspiel „Pacman“, hier frisst der Mensch willen- und maßlos die Tiere. Allerdings: zum Vegetarier will er niemanden bekehren. „Ich möchte nur anregen, dass man sich mit dem Thema beschäftigt“, sagt Dennis Galle.

Sehen kann man die Arbeiten der Designstudenten am Samstag noch in der Zeit von 11.00 bis 18.00 Uhr im FH-Gebäude am Boxgraben 100.

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