Designmetropole: Schräge Stücke in der Aula Carolina

Von: Nicolas Gaspers
Letzte Aktualisierung:
Ganz schön schräg und dennoc
Ganz schön schräg und dennoch schön: Bei der Ausstellung der Designmetropole in der Aula Carolina konnte man ungewohnte Perspektiven beobachten. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Manchmal lässt sich über die Alltagstauglichkeit streiten. Einen schiefen Tisch würde man im Handel definitiv reklamieren. Dass es darum aber primär gar nicht geht, darum macht die Designmetropole Aachen keinen Hehl.

Die stellte in der Aula Carolina eine Vielzahl ihrer Designerstücke aus und sorgte bei den Besuchern für faszinierte Gesichter.

„Wir wollten einfach mal zeigen, was so geht”, fasst es Andrea Derichs zusammen, Gründungsmitglied der Designmetropole. Dieses Prinzip gilt bei dem Netzwerk aus jungen kreativen Köpfen irgendwie für alles. Egal ob man Möbel designt, Schmuck, Lampen, Mode oder unzählige andere Sachen, gedankliche Schranken kennt man hier nicht. Das sieht man auch an den verwendeten Materialien. Bei der Designmetropole gibt es nichts, das es nicht gibt. Von Holz über Kunststoff, Metall oder Steine - irgendwo findet man alles wieder.

Rein zufällige Netzwerk-Idee

Die Idee zu dem großen Netzwerk aus Künstlern sei den Studenten eigentlich eher per Zufall gekommen, erzählt Derichs. Gemeinsam mit Fabian Seibert, Jürgen Reichert und Patricia Yasmine Graf hatte sie 2005 an einem Wettbewerb in Frankfurt teilgenommen. Jeder der vier hatte seine Entwürfe eingereicht, ohne dass man sich damals gekannt hätte. Jeder bekam einen der raren Plätze und neben Teilnehmern aus Tokio, New York und Paris reihten sich nun gleich vier Aachener in die Reihe der Weltspitze ein. Ein Jurymitglied habe im Scherz von der Designmetropole Aachen gesprochen: Der Name wurde dann zum Programm. Dass man bereits damals auf die gleiche Akademie für bildende Kunst in Maastricht gegangen war, stellte man erst nachher fest.

„Irgendwann haben wir dann gemerkt, man kennt uns in der ganzen Welt, aber nicht in Aachen”, lacht Graf. So baute man das Netzwerk in alle Richtungen aus. Sogar Architekten gehören zu der Gruppe von Freigeistern, die sich in ihrer Kreativität durch nichts einengen lassen wollen.

Das bedeutet aber auch, dass die meisten Objekte nicht vom Band laufen. Vom Entwurf über die Produktion bis hin zur letztlichen Vermarktung geht alles über die Schreibtische der Künstler. Möglich ist das nur mit enger Zusammenarbeit, teilweise auch mit großen Unternehmen. Schließlich hat nicht jeder, der mit Metall arbeitet, auch einen Laser im Atelier stehen. Da greift man dann auf Kooperationspartner zurück, die spezialisiertere Produktionsschritte übernehmen können.

Für neue Mitglieder ist man immer offen und dankbar. Wer sich die ganzen verschiedenen Arbeiten der Künstler anschauen will, findet alle Infos der einzelnen Label auf der Homepage.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert