Aachen - Designmetropole bringt Projekte auf die Straße

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Designmetropole bringt Projekte auf die Straße

Von: Annika Kasties
Letzte Aktualisierung:
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Eine Haltestelle für die Kunst: Nina Mika-Helfmeier von der Städteregion und Barbara Brouwers, Jürgen Reichert, Fabian Seibert, Clara Scharping, Patrica Yasmine Graf und Laura Hilgers von der Designmetropole (von links) verlegen sie am 16. März mitten auf den Markt. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. New York, London, Berlin – in den großen Metropolen der Welt gehört die Kunstszene zum Stadtbild dazu. Dass es keinen Abstecher ins Museum of Modern Art oder ins Tate Modern bedarf, um innovative, moderne Kunst zu erleben, zeigt die Städteregion mit dem Projekt „Based in der Städteregion (SR) Aachen: Kunst in der Provinz“.

„Es gibt eine festgefahrene Erwartungshaltung, dass es gute und qualitative Kunst nur in Museen in Metropolen gibt. Das ist falsch“, erklärt Dr. Nina Mika-Helfmeier, Leiterin der Stabsstelle für Kultur und Empirische Forschung der Städteregion und damit des überregionalen Großprojekts.

Mit „Based in der SR“ soll sich diese Haltung ändern. Über einen Zeitraum von zwei Jahren will die Städteregion sowohl Kulturschaffende als auch deren Rezipienten auf die regionale Kulturszene aufmerksam machen. Die Vorbereitungen begannen bereits 2012. Finanziert wird das Projekt vom Land und der Städteregion.

Aktionen in mehreren Städten

Ausstellungen, Performance-Aktionen, Künstlergespräche und Workshops verbinden dabei nicht nur verschiedene Kreative, sondern auch die Kommunen der Region. In Aachen, Alsdorf, Monschau, Stolberg und Simmerath werden im Laufe des Jahres verschiedene Maßnahmen erfolgen, um das Kunstnetzwerk zu stärken und neue Entwicklungen in Gang zu setzen. Der Kontakt zwischen den Bürgern und der Kunstszene steht dabei im Vordergrund. „Die Kunst kommt aus den geschlossenen Räumen auf die Menschen zu“, betont Mika-Helfmeier.

Ein Großteil der geplanten Performance-Aktionen führt die Städteregion in Kooperation mit der Designmetropole Aachen durch. Der lose Zusammenschluss von jungen Designern und Künstlern aus verschiedenen Bereichen setzt sich seit Jahren dafür ein, die Wahrnehmung des kreativen Potenzials in Aachen zu schärfen. In der Vergangenheit traten die Künstler unter anderem durch die nächtliche „Entführung“ von Fahnen an der Fassade des Ludwig Forums im Tausch gegen Ikea-Flaggen und inszenierte Sicherheitskontrollen in der Eingangshalle des Museums in Erscheinung. „Wir wollen irritieren und mit Menschen interagieren“, erklärt Patricia Graf von der Designmetropole den Hintergrund der Aktionen. Auch bei den vier „Interventionen“, die die Designmetropole von März bis Oktober dieses jahres im Rahmen von „Based in der SR Aachen: Kunst in der Provinz“ plant, spielt die Kommunikation mit den Menschen eine elementare Hauptrolle.

Am 16. März geht es los

Hautnah irritieren lassen können sich die Aachener bereits während ihres Samstagsbummels am 16. März. Mit einer Haltestelle für eine fiktive Buslinie auf dem Markt wollen die Künstler auf die Ausstellung „Ausbruch aus der Provinz“ im „KuK“ in Monschau aufmerksam machen. Zwischen 12 und 15 Uhr werden ein Busfahrer und wartende Passagiere für Neugier sorgen und den Passanten einen guten Einstieg in die Kunst bieten.

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