„Designmetropole Aachen“: Künstler präsentieren ihre Werke

Von: Katharina Redanz
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Ein Ring mit Aachen-Motiv, eine Scheibe voller Kaugummis, überdimensionierte Streichhölzer oder praktische Möbel: Auch die sechste Ausgabe der „Designmetropole Aachen Show“ in der Aula Carolina begeisterte durch Kreativität und Vielfalt. Foto: Andreas Steindl
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Ein Ring mit Aachen-Motiv, eine Scheibe voller Kaugummis, überdimensionierte Streichhölzer oder praktische Möbel: Auch die sechste Ausgabe der „Designmetropole Aachen Show“ in der Aula Carolina begeisterte durch Kreativität und Vielfalt. Foto: Andreas Steindl
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Ein Ring mit Aachen-Motiv, eine Scheibe voller Kaugummis, überdimensionierte Streichhölzer oder praktische Möbel: Auch die sechste Ausgabe der „Designmetropole Aachen Show“ in der Aula Carolina begeisterte durch Kreativität und Vielfalt. Foto: Andreas Steindl
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Ein Ring mit Aachen-Motiv, eine Scheibe voller Kaugummis, überdimensionierte Streichhölzer oder praktische Möbel: Auch die sechste Ausgabe der „Designmetropole Aachen Show“ in der Aula Carolina begeisterte durch Kreativität und Vielfalt. Foto: Andreas Steindl
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Ein Ring mit Aachen-Motiv, eine Scheibe voller Kaugummis, überdimensionierte Streichhölzer oder praktische Möbel: Auch die sechste Ausgabe der „Designmetropole Aachen Show“ in der Aula Carolina begeisterte durch Kreativität und Vielfalt. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Wundpflaster mit Swarovski-Steinen, ganze Messer aus einem einzigen Stück Holz oder innovative, steckbare Möbel „made in Aachen“: Am Wochenende haben verschiedene Designer aus der Region bei der „Designmetropole Aachen Show“, organisiert vom gleichnamigen Netzwerk aus Designern und Künstlern, ihre Werke präsentiert.

Bereits zum sechsten Mal veranstaltete das Netzwerk „Designmetropole Aachen“ die Ausstellung. „Es ist eine Art Leistungsschau“, sagten die beiden Hauptorganisatoren Fabian Seibert und Andrea Derichs, „die Designer können sich präsentieren und gleichzeitig sieht die Bevölkerung, was in Aachen und Umgebung designmäßig alles passiert.“

Schließlich arbeiteten alle der rund 20 vorstellenden Designer in der Region und die Produkte kämen vom Entwurf bis zur Fertigung in der Regel aus einer Hand – „und dass in Aachen so viel los ist, überrascht die Menschen tatsächlich“, so Derichs. Dabei sei die kreative Dichte in der Stadt sehr hoch – allein das „Designmetropole Aachen Netzwerk“, das seit 2006 besteht, zähle mittlerweile mehrere hundert Mitglieder. „Für eine Stadt wie Aachen sind so viele Designer wirklich etwas Besonderes. Hinter Städten wie Berlin mit großer Designszene müssen wir uns nicht verstecken.“

Großes Netzwerk

Dass es wirklich viele kreative Köpfe in Aachen und Umgebung gibt, hätten die Veranstalter erst jüngst in der Vorbereitung der Ausstellung wieder gemerkt. „Da Kunst und Handwerk im Stall an diesem Wochenende zeitgleich stattfindet (siehe Bericht unten), stellen auch viele unserer Kollegen dort aus“, sagte Seibert, „deshalb hatten wir zuerst Sorge, für unsere Show nicht genügend Designer zu finden.“

Durch das große Netzwerk aber konnten doch noch viele Designer gefunden werden, am Ende fiel die Auswahl sogar schwer – „im Endeffekt ist es unser größtes Glück, dass manche der alten Hasen nicht konnten.“ So konnten viele neue regionale Designer entdeckt werden, sagte Seibert: Drei Viertel der Aussteller in der Aula Carolina seien zum ersten Mal dabei gewesen.

So etwa der Produktdesigner Didier Gehlen aus Monschau, der mit innovativen Möbeln zum Stecken, die komplett in der Region gefertigt werden, begeisterte. „Vor zwei Wochen erst bin ich eingeladen worden, hier dabei zu sein“, erzählte er – eine große Ehre: „Ich komme aus der Region, meine Möbel mache ich in der Region, jetzt hier in Aachen und in solch einer tollen Kulisse ausstellen zu können, ist genial.“

Ebenfalls zum ersten Mal dabei waren Grete Sprungala mit Taschen und anderen Accessoires ihres neuen Labels „Le Chien“ und auch Michael von Stosch – Designer und Werkstattleiter auf Gut Rosenberg, der Akademie für Handwerksdesign der Handwerkskammer Aachen. Neben ausgefallenen Kleiderbügeln und besonderem Besteck präsentierte er ein Frühstücksmesser, hergestellt aus einem einzigen Stück Birkenholz: „Ein Holz, das gleichermaßen stabil und flexibel ist.“

Zwischen vielen interessierten Besuchern – rund 1500 Menschen kamen an beiden Tagen in die Aula Carolina – blieb auch der Leiter des Ludwig Forums, Andreas Beitin, an dem Messer und an vielen anderen Werken stehen. „Ich bin von den ganzen Produkten hier begeistert“, so Beitin, „das hier ist wirklich angewandte Kunst, durchdacht gestaltete Produkte für den Alltag und nicht nur Kunst zum Anfassen.“

Obwohl er noch nicht lange in Aachen sei, sei er jetzt schon begeistert von der sehr großen Kreativ- und Designszene, die es hier gebe. „Viele junge Leute aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden schaffen großartiges. “ Um die Szene der Bevölkerung noch näher zu bringen, stelle er den Designern der Designmetropole Aachen ab Ende Januar Räume im Ludwig Forum zur Verfügung. „Viele berühmte Museen wie beispielsweise das MoMA haben eine Designabteilung“, sagte Beitin, „und das Ludwig Forum hat das bald auch.“

Er stelle sich eine lebendige wechselnde Ausstellung vor, die verschiedenen Designern aus Aachen aber auch von außerhalb eine Plattform biete. „Das ist absolut super“, so die Organisatoren und Gründungsmitglieder des Designnetzwerks Derichs und Seibert. Und auch sie wollen Aachener Designern weiterhin eine Plattform bieten – spätestens bei der siebten Ausgabe der „Designmetropole Aachen Show“ 2017.

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