Aachen - Des Schrankes neue Puppenkleider

Des Schrankes neue Puppenkleider

Von: alo
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Liebevoll aufgearbeitet: Dr. Annemarie Stauffer (l.) und Katrin Spittel zeigen die restaurierten Puppenkleider im Couven-Museum. Foto: Jaspers

Aachen. Viele Jahre war er verschlossen, doch nun stellt das Couven-Museum wieder seinen Puppenschrank aus. Im neuen Glanz erstrahlen Puppenkleider, Hüte, Schürzen, Jäckchen und sogar ein prachtvolles Hochzeitskleid.

All dies restaurierten Studierende der FH Köln unter Anleitung der Textilrestauratorin Dr. Annemarie Stauffer.

Jahrelang war der Schrank für Besucher tabu. „Wir bekamen deswegen immer wieder Anfragen”, sagt die Leiterin des Museums, Dr. Dagmar Preising. Doch die Kleider aus der Biedermeierzeit waren in desolatem Zustand, „echte ,Dreckslappen”.

Da kam der Kontakt mit der FH Köln gerade Recht: Studierende des Bachelor-Studienganges „Konservierung und Restaurierung von Textilien und Archäologische Fasern” nahmen sich der Kleider als Studienprojekt an. „Normalerweise sind wir darauf bedacht, Textilien zu konservieren und nicht aufzuhübschen”, erklärt Stauffer.

„Doch Puppenkleider sollen ja schön sein. Es ist also ein besonderer Fall, und es war hilfreich für die Studenten, auch diese Seite einmal zu erleben.”

Ein Semester untersuchten sie die Kleider, reinigten sie, besserten Fehler aus und stellten Unterkonstruktionen her, um die Stücke plastischer ausstellen zu können. Viele Stücke mussten weichen, um den Rest umso ansprechender zu präsentieren. Sogar der Schrank wurde wegen seiner Ritzen schließlich mit UV-undurchlässiger Folie bedeckt.

Denn Licht ist der größte Feind der Restauratoren, sagt Stauffer. Und: „Am liebsten würden wir alles in die Schränke stellen und dort liegen lassen.”

Das ist natürlich nicht Sinn der Sache, und so wird der Puppenschrank jetzt wieder der Öffentlichkeit gezeigt - allerdings nur im Rahmen der Sonntagsführung um 11.15 Uhr.

„Zum Schutz der Kleider ist das die ideale Präsentation”, erklärt Preising . Im Herbst soll eine besondere Führung folgen, in der alle Kleider zu sehen sind und die Studenten ihre Arbeit erläutern.
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