Der Weg zur Blutspende wird jetzt noch kürzer

Von: Angelina Boerger
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Blut spenden jetzt auch im Marienhospital: Heike Zimmermann (1. Liege), Gabriele Hutschenreuter (stehend daneben), Rolf-Leonhard Haugrund (2. Liege), Thomas Möllhoff (3. Liege) und das Blutspendeteam weihten die neue Station am Marienhospital ein. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Neun blutrote Liegen sind vorbereitet, die Nadeln und Blutdruckmessgeräte liegen fein säuberlich sortiert nebeneinander. Das Bild spricht für sich. Wer in Burtscheid künftig Blut spenden möchte, hat seit Mittwoch eine neue nahe gelegene Anlaufstelle. Im ehemaligen Haupteingang des Marienhospitals an der Zeise 4 kann man für in einem Zeitraum von 15 Minuten mit Blick ins Grüne eine gute Tat vollbringen.

Rund 80 Prozent aller Deutschen brauchen mindestens einmal in ihrem Leben Blut oder Plasmamedikamente. Neben den bekannten Blutspendeeinrichtungen, wie etwa im Luisenhospital oder der Couven-Halle der RWTH, gibt es nun eine Kooperation zwischen dem Uniklinikum und dem Marienhospital für den Aachener Süden.

Ab sofort haben die Anwohnerinnen und Anwohner die Möglichkeit, jeden Mittwoch von 11.30 Uhr bis 19 Uhr Blut zu spenden. Spendetauglich ist jeder, der gesund ist, zwischen 18 und 68 Jahre alt ist und mindestens 50 Kilo wiegt. Frauen können bis zu vier Mal, Männer bis zu sechs Mal im Jahr Blut spenden.

Kein kommerzieller Gedanke

Dr. Gabriele Hutschenreuter, Leiterin der Transfusionsmedizin des Uniklinikum, ist besonders wichtig anzumerken, dass es hierbei nicht um den kommerziellen Nutzen einer solchen Aktion geht. „Wir sehen uns einfach den spendebedürftigen Aachenern gegenüber verpflichtet.

Allein die demografische Altersentwicklung macht die Versorgung der Bevölkerung immer schwieriger.“ Die Kooperation mit dem Marienhospital sei keine Seifenblase die direkt wieder zerplatzte, sondern biete eine regelmäßige Möglichkeit, Hilfe zu leisten. Auch Heike Zimmermann, stellvertretende kaufmännische Direktorin der Uniklinik, hofft, dass die Anwohner dank dieser ortsnahen Entnahmestelle noch fleißiger spenden werden.

Die Kooperation mit dem Uniklinikum ist laut Rolf-Leonhard Haugrund, Vorstand der Katholischen Stiftung Marienhospital, bewusst gesucht worden. „Das Besondere ist, dass alle Aachener die hier ihr Blut spenden sicher sein können, dass sie damit anderen Aachenern helfen werden.“ Denn das Ganze laufe unter dem Motto „Aachener spenden Blut für Aachener“.

Der Chefarzt des Marienhospitals, Dr. Thomas Möllhoff, ist ebenfalls sehr angetan von der Kooperation der beiden Kliniken. „Auch wenn wir versuchen, eine Bluttransfusion weitestgehend zu vermeiden, ist dies nicht immer möglich.“

Da es in der Urlaubszeit oft zu Engpässen käme, sei ein Ausbau der Entnahmestellen von enormer Wichtigkeit. Aber auch für die Spender hat die Blutabgabe einen tollen Nebeneffekt. Denn neben der Hilfeleistung für Patienten, die dringend eine Transfusion benötigen, bekommen die Blutspender im Gegenzug einen regelmäßigen und kostenlosen Gesundheitscheck.

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