Der Wahlchecker: Hilfe bei der politischen Farbenlehre

Von: alp/han
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Beim Wahlchecker 2014 geht es dieses Mal nicht um den Oberbürgermeister, sondern um die Ratsparteien. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Schwarz? Rot? Grün? Blau? Oder bunt? Wer noch unentschlossen ist, welche Farbenlehre bei der Kommunalwahl am 25. Mai passt, der bekommt schnelle Orientierungshilfe. Zum zweiten Mal nach 2009 geht der von der Kathy-Beys-Stiftung und der Aachener Zeitung erarbeitete „Wahlchecker“ an den Start.

Vor fünf Jahren ging es um den künftigen Oberbürgermeister der Stadt. Jürgen Linden trat nicht mehr an. Doch wer sollte ihm im Amt folgen? 6000 Mal ist der Wahlchecker in den letzten Wochen vor der Wahl seinerzeit angeklickt worden. Welcher OB passt zu meinem politischen Verständnis? Alle Kandidaten hatten sich zu 20 Thesen positioniert, der Wahlchecker zeigte, mit welchem potenziellen OB es die höchste Übereinstimmung gab.

Das Prinzip ist beim Wahlchecker 2014 das gleiche. Nur geht es dieses Mal nicht um den Oberbürgermeister, sondern um die Ratsparteien. Kathy-Beys-Stiftung und Aachener Zeitung haben 22 Thesen entwickelt, zu denen die Parteien ihrer Stellungnahmen abgegeben haben. Die Palette reicht von der Kultur („Der Kulturhaushalt soll notfalls zu Lasten von Theater und Museen mehr Zuschüsse für die Freie Kultur bereitstellen“) über Stadtentwicklung („Investoren und Geschäftsleute sollen mehr Einfluss bei der Entwicklung der Innenstadt bekommen“) und Mobilität („Die Option für einen schienengebundenen ÖPNV in Aachen muss auch nach der Ablehnung der Campusbahn weiter verfolgt werden“) bis zur Umwelt- und Energiepolitik („Die Stadt braucht den Windpark im Münsterwald“). Man hat pro These die Möglichkeit zuzustimmen, abzulehnen oder neutral zu bleiben. Das Ausfüllen dauert nur wenige Minuten. Am Ende ordnet der Wahlomat die eigenen Entscheidungen den Parteien zu und errechnet den Prozentsatz der Übereinstimmungen. Die ganz persönliche Farbenlehre eben.

„Natürlich soll der Wahlhelfer keine Wahlempfehlung geben, aber er kann als Entscheidungshilfe dienen“, sagt Klaus Dosch, der das Projekt für die Aachener Stiftung Kathy Beys betreut. Der Wahlchecker biete einen einfachen Einstieg, um sich mit dem Thema Kommunalwahl zu beschäftigen, sagt Dosch. Vor allem Erstwähler hat der Wahlchecker im Visier. Aber er soll natürlich auch Wähler aller Altersgruppen ansprechen. „Bei der OB-Wahl haben 2009 etwa 6000 Menschen den Wahlchecker vollständig ausgefüllt“, so Dosch. „Es wäre toll, wenn wir diese Zahl jetzt noch toppen könnten.“ Die Internetseite ist bis zur Kommunalwahl am 25. Mai, 18 Uhr, online. Im Anschluss sollen die Ergebnisse ausgewertet werden.

Übrigens ist der Wahlchecker nicht nur auf die Stadt Aachen bezogen. Er bietet auch Orientierung für die Städteregion. Hier finden sich 15 Thesen – von der Wirtschaftspolitik („Die Wirtschaft der Städteregion profitiert nicht genügend von den Aachener Hochschulen“) bis hin zur Bürgerbeteiligung („Mehr und direktere Beteiligung der Bürger an politischen Prozessen und Entscheidungen täten der Städteregion gut“). Und wer noch mehr über den Tellerrand schauen will, der kann sehen, welche Themen die einzelnen Kommunen der Städteregion beschäftigen: 16 Thesen gibt es für Alsdorf, 17 für Baesweile, 13 für Eschweiler, 14 für Herzogenrath und 16 für Stolberg.

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