Der Urwald wuchert auf der Theaterbühne

Von: Alexander Barth
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Eine neue Form des Dschungelbu
Eine neue Form des Dschungelbuchs: Das versprechen (von links) Dramaturgin Katharina Rahn, Darsteller Andreas Becker und Teresa Rotemberg im Theater Aachen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Kein Zweifel, die Geschichte muss man kaum jemandem zwischen 6 und 99 groß vorstellen. Das „Dschungelbuch”, 1894 vom britischen Schriftsteller Rudyard Kipling veröffentlicht, hat seitdem vor allem dank des Disney-Zeichentrickfilms von 1967 einen unvergleichlichen Siegeszug quer durch die Generationen angetreten.

Jetzt feiert eine aktuelle Inszenierung des Klassikers am Theater Aachen Premiere. Und zwar ganz bewusst und unbedingt als Familienstück. Auch hierorts mussten die Macherinnen im Rahmen der Vorbereitungen keine wesentliche Aufklärungsarbeit beim Ensemble leisten: „Die Geschichte kennt einfach jeder”, lächeln Dramaturgin Katharina Rahn und Teresa Rotemberg, verantwortlich für die Inszenierung, übereinstimmend.

Mogli startet durch

Zur Weihnachtszeit blüht im großen Haus der Dschungel auf: Das diesjährige Familienstück erzählt die zeitlose Geschichte von Mogli, dem Menschenkind, das unter wilden Tieren aufwächst. Als Baby war er von der Wölfin Raksha gefunden und aufgezogen worden, von allen Bewohnern des Urwaldes hat er seither etwas lernen können - und sei es nur, dass man stets vorsichtig sein sollte.

Mogli, dargestellt von Robert Seiler, übt fleißig all das, was ein echtes Dschungeltier drauf haben muss: Jagen, Brüllen und nicht zuletzt die Gemütlichkeit - von Balu, dem Bären, in einer schwer ohrwurmverdächtigen Lied-Lektion nahe gebracht. Balu und Panther Baghira sind es auch, die den heranwachsenden Mogli immer wieder vor Gefahren schützen: Vor der Schlange Kha (Karsten Meyer) mit ihren tückischen Hypnosekräften bis hin zur verrückten Affenbande um den ziemlich abgedrehten King Louis (Benedikt Voellmy). Aber vor allem ist da der gefährliche Tiger Shere Khan, ebenfalls gespielt von Voellmy, der das Menschenkind Mogli nur zu gerne loswerden will.

Ab dem 18. November passiert so richtig etwas auf der großen Bühne, versprechen Katharina Rahn und Teresa Rotemberg. Da stampfen die Elefantenfüsse, die Affen flippen völlig aus, und Schlange, Tiger und allerlei unheimliches Getier schleichen durch das Unterholz. Allesamt in fantasievolle Kostüme gehüllt und in ein aufwendiges Bühnenbild eingebettet.

Die optischen Akzente stammen komplett von Andreas Becker, der acht Jahre lang an der Augsburger Puppenkiste wirkte. Malcolm Kemp, der vielseitige wie gute musikalische Geist des Hauses, hat den zahlreichen Songs des „Dschungelbuch” ein frisches Soundgewand verpasst - Mitsingen ausdrücklich erwünscht. Die Inszenierung soll für die ganze Familie sein, wünschen sich Rahn und Rotemberg. Für alle, die das Abenteuer einer 70-Minuten-Reise durch den Urwald wagen. Egal, ob kleines oder großes Dschungelkind.

Das „Dschungelbuch” feiert am 18. November um 11 Uhr auf der Bühne des Theaters Aachen Premiere. Sie ist bereits ausverkauft. Bis Februar stehen zahlreiche Vorstellungen auf dem Programm. Unter anderem werden spezielle Familienvorstellungen angeboten. Karten sind an der Theaterkasse und unter 4784-224 erhältlich.
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