Burtscheid - Der Tunnel soll offen bleiben

Der Tunnel soll offen bleiben

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Burtscheid. Ein fertiges Verkehrskonzept konnte Uwe Müller den Burtscheider Bürgern nicht auf den Tisch legen - doch das wollte der Leiter des städtischen Verkehrsmanagments auch gar nicht.

„Wir wollen Ihnen die Möglichkeit geben, sehr früh Einblick zu bekommen und uns Anregungen zu geben”, eröffnete Müller den zahlreichen Besuchern im Verwaltungsgebäude am Marschiertor

Es zeigte sich bald, dass die Burtscheider von dieser Möglichkeit gerne Gebrauch machen. Das Verkehrskonzept für den Stadtteil, das laut Müller viele Anregungen und Anträge aus den vergangenen Jahren aufnimmt, sorgte für einigen Diskussionsstoff - Müller und seine Kollegen mussten Überstunden einlegen, weil die eingeplanten zwei Stunden nicht ausreichend waren, um alle Anregungen und Wünsche aufzunehmen und offene Fragen zu beantworten.

Für einige Aufregung sorgte etwa die Idee der Verwaltung, den Eisenbahntunnel an der Moltkestraße nicht mehr zeitweilig, sondern vollständig für den motorisierten Verkehr zu sperren (die AZ berichtete). Die Infoveranstaltung zeigte, dass diese Idee bei vielen Bürgern auf Ablehnung stößt. Ein Anwohner, der keinerlei Verständnis für die Vollsperrung zeigte, erntete viel Beifall.

Umgekehrt machten die Verkehrsplaner aber auch deutlich, dass die Schließung wohl die effektivste Möglichkeit wäre, den Schulweg zahlreicher Schüler sicherer zu gestalten - Alternativvorschläge, wie etwa den Anbau eines Gitters, seien schwierig umzusetzen. Hier erwartet die Planer eine schwere Aufgabe: Sicherheitsfragen müssen gegen die Leistungsfähigkeit der Straßen abgewogen werden. Dass nicht an jeder Stelle Tempolimits, Sperren oder Ampeln auf Kosten des Verkehrsflusses eingesetzt werden können, wurde auch bei der Diskussion um Stellen wie die Viktoriaschule (Bachstraße), die Karl-Marx-Allee oder die integrative Kindertagesstätte an der Friedrich-Ebert-Allee deutlich.

Ein wichtiges Thema war darüber hinaus die Einführung eines weiteren Anwohnerparkbereichs für Burtscheid. Ob ein solcher Bereich ausgewiesen wird und wo seine Grenzen liegen könnten, ist zwar noch unklar, deutlich wurde jedoch, dass die Parksituationen mehr als unbefriedigend ist. Viel Arbeit steht also für die Verwaltung an, wenn es um Konzepte für Bereiche wie Parken, Verkehrsführung, Radwege, ÖPNV oder die Verkehrssicherheit geht.
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