Der Teufel ist jetzt wieder sicher

Von: lwi
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Teufel und Marktfrau sind jetz
Teufel und Marktfrau sind jetzt geschützt vor neuzeitlichen Parksündern: Bezirksbürgermeister Achim Ferrari (2.v.l.) und Vertreter der Lousberg-Gesellschaft freuen sich über die Sicherungsmaßnahmen an der Bronzeskulptur. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Der Sage nach hat ein schlaues Marktweib die Aachener bekanntlich vor dem nächsten bösen Plan des Teufels bewahrt - als der den Talkessel unter einem riesigen Sandsack begraben wollte, aus dem dann der Lousberg wurde.

Doch nicht alle Bürger danken es der cleveren Ahnin (früher bedachten die Aachener deren Schlitzohrigkeit mit dem Platt-Adjektiv „lous”). Sie verursachen durch ihr wildes Parken am Bronzedenkmal „Teufel und Marktfrau” nämlich viele Schäden. Um dem Einhalt zu gebieten, hat nicht nur die Lousberg-Gesellschaft es sich zur Aufgabe gemacht, das bronzene Denkmal zu schützen.

Ringsum die Statuen von Krista Löneke-Kemmerling wurde gepflastert, Poller wurden installiert, um die Sicherheit und den Zugang zum Teufelsdenkmal zu gewährleisten. „Die Fraktionen der Bezirksvertretung waren sich einig, dass alle Bürger der Umgebung vom Lousberg profitieren und die Maßnahme erforderlich ist”, so Bezirksbürgermeister Achim Ferrari. Tatsächlich handelt es sich hierbei auch nicht um die einzige Neuerung am Lousberg.

So konnte Ferrari mit der zweiten Vorsitzenden der Lousberg-Gesellschaft, Helena Poll, und Landschaftsarchitekt Christoph Ruckert auch die rundum erneuerte Blausteintreppe zwischen dem Obelisken und dem Belvedere nach umfassender Restauration neu freigeben.

1899 begann der Bau der Treppenanlage nach den Plänen des Gartenbaudirektors Heinrich Grube. Im Laufe der Jahre ist das Bauwerk zunehmend schief geraten, die Unfallgefahr schien nicht mehr vertretbar. „Es war wesentlich komplizierter, die Treppe zu sanieren, als man denken mag. Aufgrund der Historie der Anlage haben wir versucht, die alten, noch brauchbaren Bestandteile wiederzuverwerten, was ein recht aufwendiges Unterfangen war”, erklärte Ruckert.

Das sehe man vor allem am oberen Teil der Treppe, wo die alten Blausteine einen eigenen Treppenabschnitt darstellen. Damit der Teufel den Öcher Gipfelstürmern nicht doch noch ein Schnippchen schlagen kann . . .
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