Der Sozialpreis geht an eine Brander Brückenbauerin

Von: Günther Sander
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Bekommt den Europäischen Sozialpreis: Sabine Drewanz, hier mit Bezirksbürgermeister Herbert Henn, Ehemann Horst Drewanz und dem Präsidenten des Europavereins, Peter Schöner (von links). Foto: Kurt Bauer

Aachen. Große Freude am Freitag im Sitzungssaal des Bezirksamtes. Peter Schöner, Präsident „Europaverein GPB“, Europäischer Sozialpreis zu Eschweiler, verkündete die frohe Botschaft: Die Branderin Sabine Drewanz erhält am 3. Oktober im Eschweiler Rathaus den „Europäischen Sozialpreis 2013.“

 Einer öffentlichen Antragung hat die Preisträgerin in Spee spontan zugestimmt. Bezirksbürgermeister Herbert Henn bezeichnet das als einen „erfreulichen Tag für Brand“. Man könne stolz darauf sein, dass immer wieder aus dem Stadtbezirk Menschen sich für gute Zwecke engagieren und einsetzen. „So wie Sabine Drewanz“, die sich seit vielen Jahren schon mit Aktivitäten zum Wohle der Menschen befasse.

Getreu dem Leitgedanken „Für ein besseres Miteinander und Füreinander“ handele die kommende Preisträgerin lange schon, sie war von 1990 bis 2011 an verschiedenen Austauschprojekten mit Russland für Jugendliche, Familien und Lehrer beteiligt, seit 2009 auch mit Marokko, lobte Peter Schöner. Regelmäßig nimmt Drewanz seit 1996 Gäste, zahlreiche Künstler, aus China, Frankreich, Dänemark, Russland und Moldawien auf. „Umgekehrt ist es ihr Anliegen, in den Gastländern China, Indien, Pakistan ein neues Bild von den Europäern, den Deutschen, zu übermitteln“, fügt Schöner hinzu.

Sabine Drewanz nehme Anteil und beteilige sich an Hilfsaktionen, sammele Schulbücher für russische Schulen, Medikamente für ein ukrainisches Krankenhaus, sie organisiere bei Projektwochen der Schulen internationale Begegnungen, die ganz im Zeichen von Toleranz und Verständnis stünden. Couragiert gehe sie gegen Ausgrenzung, Unverständnis und Mobbing vor, bilanzierte Schöner.

Als echte „Netzwerkerin“ sei es eine Passion von Sabine Drewanz, Menschen verschiedener Nationen zu verbinden. Durch vielfältige Aktionen betreue sie ausländische Studenten in der Region Aachen. Für Drewanz sei Migration keine Einbahnstraße: Deutsche sollen mehr auf Fremde zugehen, Offenheit sei von den Migranten einzufordern. Schöner: „Es muss eine starke Frau sein, die dahinter steckt, aber auch eine starke Familie.“ Allen voran Ehemann Horst Drewanz. Mehr wollte Peter Schöner dem Laudator am 3. Oktober, Bezirksbürgermeister Herbert Henn, nicht vorwegnehmen. Schöner bestätigt, im Gremium hätten er, Annelene Adolphs, Jürgen Werner, Robert Ellinghoven eine einstimmige Wahl getroffen: Die 17. Auszeichnung in Folge gehe nach Brand.

Sabine Drewanz selbst meinte, sie sei zwar überrascht gewesen, diese Auszeichnung angetragen zu bekommen, aber sie freue sich riesig darauf. Sie sei keine „Einzelkämpferin.“

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