Der schnellere Weg zu mehr Spielstraßen

Von: rt
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Aachen. Ein Ratsantrag der Unabhängigen Wähler-Gemeinschaft (UWG) zielt auf einen vereinfachten Entscheidungsweg bei der Änderung von normalen Straßen zu verkehrsberuhigten Zonen.

Das Neue: Die Stadt Aachen müsste sich verpflichten, sich jeweils eines entsprechenden Bürgerantrags anzunehmen. Eine mehrfache Prüfung der Verkehrslage durch den Mobilitätsausschuss und die Polizei sowie eine erneute Abstimmung mit den Anwohnern müsste folgen. Nächster Schritt wäre die vereinfachte, kostengünstige Umgestaltung des Verkehrsbereiches in eine „Spielstraße“.

Vorbild Freiburg

Normalerweise gehen mit der Umgestaltung beispielsweise die Absenkung der Bordsteine und häufig der Austausch des Bodenbelags einher. Mit kleinen Elementen wie versetzten und markierten Parkflächen, Beschilderungen, Piktogrammen oder Engstellen durch Poller könnte das laut UWG umgangen werden.

Nach Freiburger Vorbild könnten so in Aachen verkehrsberuhigte Bereiche ohne großen finanziellen Aufwand erschaffen werden. Im ersten Schritt können die Anwohner einen Antrag bei der Stadt stellen, ob ein Verkehrsbereich für eine beruhigte Zone geeignet ist. Dieser Antrag braucht Unterschriften von mindestens zwei Dritteln der Anwohner. Im zweiten Schritt würde die Stadt an die Bürger treten und prüfen, ob der Antrag von den Anwohnern wirklich gewünscht ist. Mit einfachem Mehrheitsentscheid könnte dann über die Bereiche entschieden und folglich die Verkehrsberuhigung umgesetzt werden.

Dirk Tentler von der UWG ist optimistisch, dass dem Antrag stattgegeben wird. Denn damit würde lediglich der Weg für Bürgerinitiativen beziehungsweise Anträge frei gemacht. Mehr verkehrsberuhigte Bereiche gäbe es dadurch noch lange nicht. Sein Kollege Horst Schnitzler denkt schon weiter: „Wünschenswert wäre es natürlich, im gesamten Stadtverkehr Tempo 30 zu erreichen.“

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