Der (Rück-)Blick auf die eigene Zukunft

Von: Robert Flader
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2025bild
Sind richtig stolz auf ihre „Vision”: (von links) Vanessa Badic, Leyla Keskin, Rüzgar Özen, Sevoa Özen und Berivan Keskin. Andreas Schmitter

Aachen. Autos? Fahren alle nur noch mit Erdgas. Kriege? Gibt es nicht mehr. Arbeitslosigkeit? Vollbeschäftigung lautet das Motto der Zukunft. Unrealistische Vorstellungen? Nun, zumindest sind dies keine populistischen Forderungen, sondern in erster Linie Wünsche. Wünsche von Derin, Zozan, Berivan und Rüzgar aus der „Offenen Türe” (OT) Talstraße.

Friedlich und schön, so stellen sich die vier Mädchen ihre Welt im Jahre 2025 vor - und machten sich daran, in einem Buch unter dem Titel „Der (Rück-)Blick vom Mond zur Erde” ihren Visionen Ausdruck zu verleihen. Für dieses Engagement wurden sie nun von hoher Stelle ausgezeichnet.

„Belohnung für uns”

Beim landesweiten Projekt „Vision 2025” gewann die OT Talstraße unter 3000 Teilnehmern in der Kategorie „Kreativ im Team”. „Eine schöne Belohnung für uns”, strahlt die 12-Jährige Rüzgar, wenn sie an die Preisverleihung durch Integrations- und Generationsminister Armin Laschet zurückdenkt. „Die ganze Arbeit hat trotz der ernsten Themen sehr viel Spaß gemacht.”

Mit ihrem kleinen Werk treten sie als Models, Autoren und Fotographen gleichermaßen in Erscheinung und wollen in Texten, Bildern und Collagen ihre Ängste und Sorgen der Gegenwart ausdrücken: Arbeitslosigkeit, Umweltverschmutzung, aber auch Terrorismus und Amokläufe gehören für sie dazu. „Die Frage ist, wie man mit diesen Themen umgeht”, sagt OT-Leiterin Angelika Diehl, die sich darüber freut, „dass solche Projekte auch frischen Wind in die Einrichtung bringen.”

Selbst den Anstoß geben

Begeistert zeigt sie sich davon, dass die Jugendlichen selbst den Anstoß für die vielen Themen gaben, „das ist sehr interessant, was sie in diesem jungen Alter alles auf der Welt bewegt.” Für jedes Problem gestalteten sie eine Möglichkeit, wie es in der Zukunft besser laufen könnte. „Gerade der Umgang mit der Umwelt muss sich bessern”, finden die engagierten Visionäre.
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