Der Reiz des alten Eisens: Fest mit historischen Traktoren

Von: Kathrin Albrecht
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Gemütliches Tempo: Mit der Tr
Gemütliches Tempo: Mit der Traktorfahrt frischte Erich Sauren alte Jugenderinnerungen auf. Das „alte Eisen” fuhr beim Fest des Seniorenzentrums in Rothe Erde mit dem SKM vor. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. „Der Reiz des alten Eisens” - unter diesem Motto hatte das Seniorenzentrum Rothe Erde zum Straßenfest geladen. Das Motto war in vielerlei Hinsicht passend gewählt, denn nicht nur das Seniorenzentrum hatte Grund zum Feiern, auch der Trägerverein, der Katholische Verein für soziale Dienste (SKM) in Aachen feiert in diesem Jahr 100-jähriges Bestehen.

Also war für die Organisatoren klar, dass das Straßenfest auch etwas mit diesem Jubiläum zu tun haben musste. Und so kam die Verbindung zu den Oldtimer-Treckern, die Traktorfreunde aus Waurichen (Kreis Heinsberg) und Aachen zur Verfügung stellten.

„Wir waren im Vorfeld schon etwas skeptisch, ob die Idee mit den Traktoren aufgeht”, erzählt Marie Kuss vom sozialen Dienst des Seniorenzentrums. Die Sorge erwies sich als unbegründet, die Traktoren kamen bei Bewohnern wie Nachbarn sehr gut an. Und viele nutzten wie Erich Sauren die Gelegenheit, alte Kindheitsträume zu verwirklichen oder Jugenderinnerungen aufzufrischen.

Wen das alte Eisen vor der Tür nicht reizte, konnte im Garten des Seniorenzentrums das weitere Festprogramm mit Dr. Clown, einer Squaredance-Gruppe und den „AKC Royal”-Bläsern genießen. „Wir haben hier eine eigene Festkultur”, sagt Marie Kuss, „Rothe Erde ist ein eher strukturschwacher Stadtteil, daher müssen wir viel von außen hereinbringen.” Gleichzeitig seien solche Feste auch eine gute Gelegenheit, das Haus vorzustellen.

Ein großer Teil der Bewohner des Seniorenzentrums, das 2001 an der Barbarastraße eröffnet wurde, stammt aus Rothe Erde und Eilendorf. Die familiäre Anbindung spielt eine wichtige Rolle. Sie ist auch wichtig für die Arbeit mit den Bewohnern, betont Marie Kuss: „Jeder in unserem Team kennt jeden Bewohner mit Namen.” Oft bestehen Kontakte mit den Angehörigen ehemaliger Bewohner weiter, beispielsweise durch ehrenamtliches Engagement für das Seniorenzentrum.

Inzwischen ist Udo Schott von der IG Oldie Traktorfreunde Aachen von einer weiteren Tour zurückgekehrt. „Die alten Traktoren laufen heute immer noch. Alles, was sich hier dreht und bewegt, kann man erklären.” Mit den alten Traktoren möchte der Verein zeigen, wie die Landwirtschaft früher funktionierte und wie schwer die Arbeit war. Für das nächste Jahr hat er schon einen Gegenbesuch vereinbart, dann wollen die Bewohner aus Rothe Erde zu einer Ausstellung des Vereins kommen. Altes Eisen, das weiß ja schon der Volksmund, rostet nicht.
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