Der Papa sitzt oft am PC - und das ist gut so

Von: André Schaefer
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Der ATG-Winterlauf 2011 im Bil
Der ATG-Winterlauf 2011 im Bild: Webmaster Jörn Schnöring mit seinen Kindern Luisa und Jannis. Die trainieren fleißig, während ihr Vater sich um die Homepage des Vereins Foto: Andreas Steindl

Aachen. An den 16. Dezember 2007 hat Jörn Schnöring keine guten Erinnerungen. Dabei wollte er sich doch eigentlich nur die Laufschuhe schnüren und die damals 45. Auflage des ATG-Winterlaufs als Läufer aktiv miterleben. Eigentlich.

Aber ein nicht auskurierter Infekt machte Schöring einen Strich durch die Rechnung, auf halber Strecke musste er aufgeben und hing wenige Minuten später im Krankenhaus an der Infusion. „Das ist ein warnendes Beispiel für alle Läufer, die untrainiert an den Start gehen und nicht richtig fit sind”, sagt Schnöring heute. Am 11. Dezember ertönt der Startschuss zum 49. ATG-Winterlauf. 2500 hoffentlich fitte, auf jeden Fall aber lauffreudige Teilnehmer werden dann wieder die 18 Kilometer lange Strecke vom Vichtbachtal Richtung Chorusberg auf sich nehmen.

Jörn Schnöring wird nicht zu diesen 2500 Startern zählen, was nicht an seinem damaligen Negativerlebnis liegt. Schnöring ist seit 2008 zusammen mit Marathonläufer Philipp Nawrocki zuständig für die Internetpräsenz der Aachener Turngemeinde. Der organisatorische Aufwand rund um dem Lauf hält nur wenig Platz für eine aktive Teilnahme als Läufer bereit. Denn während die Teilnehmer so richtig ins Schwitzen kommen, sitzt Schnöring im Führerfahrzeug. Nach dem Lauf sollen dann natürlich auch schnellstmöglich die aktuellen Ergebnisse auf der Website eingepflegt werden. „Das gesamte Team wird am 11. Dezember alle Hände voll zu tun haben”, ist sich der Webmaster sicher.

Dass Schnöring überhaupt mehrere Stunden pro Woche an Arbeit für die Internetseite der ATG investiert, liegt hauptsächlich an seinen beiden Kindern. Die 11-jährige Luisa und der 13-Jährige Jannes sind seit sechs Jahren in der ATG sportlich aktiv. Luisa hat sich auf den Mehrkampf spezialisiert, Jannes trainiert eifrig für die 100-Meter. „Papa sitzt schon sehr oft vor dem PC”, verrät Luisa. Ein Vorwurf an den Vater ist das jedoch keineswegs. „Wenn man die Internetseite immer auf dem aktuellsten Stand haben möchte, kostet das halt Zeit”, sagt Schnöring. Zeit, die sich lohne: „Die Website ist für viele Mitglieder immer noch die Informationsquelle Nummer Eins. Darüber hinaus freuen sich die Aktiven im Verein darüber, wenn ihre Leistungen auf unserer Website regelmäßig gewürdigt werden und sie an Beachtung finden”, erklärt Schnöring. Auch die Teilnehmer selber profitieren seit einigen Jahren von der Modernisierung der Internetseite. So ist es seit drei Jahren möglich, sich online für einen der beliebtesten Läufe der Region anzumelden. „In diesem Jahr waren die Startnummern innerhalb von nur zwei Wochen restlos vergeben. Ich bin immer wieder fasziniert davon, wie tief dieser Laufevent bei den Leuten verwurzelt ist”, freut sich der Webmaster.

Anmeldungen sind damit also nicht mehr möglich. Dafür existiert auf der Website eine Tauschbörse für interessierte Läufer, die eventuell nachrücken könnten. „Kurz vor dem Lauf springen oftmals einige noch ab”, verrät Schnöring, für den die Startnummern in naher Zukunft übrigens auch nochmal interessant werden könnten. „Ich habe noch eine Rechnung offen mit der Startnummer 18 - jene Zahl, die ich damals nicht ins Ziel bringen konnte. Sollte irgendwann einmal die Zeit dafür sein, mitlaufen zu können, so will ich die 18 Kilometer endlich mal ganz bewältigen”, sagt er.
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