Aachen - Der „Oscar des Breitensports“: Vier Vereine ausgezeichnet

Der „Oscar des Breitensports“: Vier Vereine ausgezeichnet

Von: JOHANNES LEITNER
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Ehre für diejenigen, die sonst nicht im Rampenlicht stehen: Die „Sterne des Sports“-Jury zeichnete vier Vereine aus. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Wenn man sich Wettkämpfe von Profisportlern im Fernsehen anschaut, geht es dort immer um Höchstleistungen. Doch auch der Otto Normalverbraucher treibt in seiner Freizeit gerne Sport im Verein.

Seit 2004 zeichnet der Deutsche olympische Sportbund (DOSB) gemeinsam mit den Volks- und Raiffeisenbanken Sportvereine für ihr gesellschaftliches Engagement mit den „Sternen des Sports“ aus. In diesem Jahr fand erstmals auch eine Verleihung in Aachen statt.

Die Jury – bestehend aus Björn Jansen, Vorsitzender des Stadtsportbunds Aachen, Thomas Thelen, stellvertretender Chefredakteur unserer Zeitung, sowie Jens Ulrich Meyer, Vorstand der Aachener Bank – schüttete Geldprämien von insgesamt 3500 Euro an die vier Preisträger aus. „Im Sport geht es meist um höher, schneller und weiter. Heute möchten wir mal diejenigen ehren, die nicht im Rampenlicht stehen“, betonte Meyer.

Dass die Sportvereine eine gesellschaftliche Verantwortung haben, die sie besonders als Integrationsmotor wahrnehmen, hob Björn Jansen hervor: „Man muss jedem unabhängig von seiner Leistung ermöglichen, am Sport zu partizipieren. Daher ist es gut, dass heute das Ehrenamt in den Fokus gerückt wird.“

In Vertretung für den kurzfristig verhinderten Thomas Thelen richtete Sarah-Lena Gombert, Leiterin der Lokalredaktion der Aachener Nachrichten, ein Grußwort an die Preisträger: „Der Zeitungsverlag Aachen unterstützt natürlich sehr gerne das Anliegen, mehr Wahrnehmung in der Öffentlichkeit für das Ehrenamt zu schaffen.“

Den dritten Platz belegten der VfB 08 Aachen und der Verein „Tabalingo Sport und Kultur integrativ“, die gemeinsam die Inklusion im Sport vorantreiben und so etwa eine inklusive Fußballliga initiiert haben. Beide erhielten jeweils eine Prämie von 500 Euro.

Auf dem zweiten Platz landete „Aix-la-Sports“. Der Verein bietet Schwimmkurse für Flüchtlinge in der Elisabethhalle und bildet diese auch selbst zu Schwimmlehrern aus. Damit werde Integration durch Sport ermöglicht, so die Juroren, die 1000 Euro an Aix-la-Sports überreichten.

Mit dem ersten Platz und einem Geldpreis von 1500 Euro wurde der „Aachener Förderverein Integration durch Sport“ für sein Projekt „Mädchen mittendrin“ ausgezeichnet. Dabei werden an sechs Brennpunktschulen Mädchen aus verschiedensten Kulturkreisen im Grundschulalter in Fußball-AGs trainiert.

Der Verein veranstaltet unter anderem ein jährliches Fußballcamp in der Eifel. Mit der Aktion sollen auch Vorbehalte abgebaut werden, dass Mädchen in der „Männerdomäne“ Fußball nicht mithalten könnten. Als Erstplatzierter tritt der Aachener Förderverein Integration durch Sport damit im November automatisch auf Landesebene im Wettbewerb „Sterne des Sports“ in Silber an. Bei einem möglichen Erfolg in NRW würde dann im Januar schließlich noch auf Bundesebene der Wettbewerb „Sterne des Sports“ in Gold warten.

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