Aachen - Der Oberbürgermeister wirbt für Blutspenden

Der Oberbürgermeister wirbt für Blutspenden

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Aachen. In Deutschland werden Tag für Tag 15.000 Blutspenden benötigt. Diese können Leben retten, denn statistisch gesehen sind zwei von drei Bundesbürgern mindestens einmal in ihrem Leben auf fremdes Blut oder auf daraus hergestellte Medikamente angewiesen. Trotzdem spenden nur rund drei Prozent der Menschen in Deutschland Blut.

Am Montag, 26. August, 12 Uhr geht Stadtoberhaupt Marcel Philipp mit gutem Beispiel voran und spendet in der Uniklinik RWTH Aachen Blut. Auch andere bekannte Blutspender lassen sich an diesem Tag pieksen, so Dr. Nachtsheim, HNO und Ex-Präsident der Alemannia, Dr. Mangels, Mannschaftsarzt der Alemannia, Wolfram Graf-Rudolf, Direktor des Aachener Tierparks Regiozoo und Vertreter der Initiative „Kampf gegen Gewalt“ sowie einige andere Persönlichkeiten aus dem medizinischen Bereich.

Dr. Gabriele Hutschenreuter, Leiterin der Transfusionsmedizin an der Uniklinik, freut sich über den prominenten Spender, weist aber auf einen ernsten Hintergrund hin: „Unser Problem ist, dass die Spendebereitschaft der Bevölkerung je nach Jahreszeit stark schwankt und die Spendebereitschaft von Generation zu Generation sinkt. Uns fehlt es an jungen Blutspendern. Die Bevölkerung wird immer älter und es scheiden mehr Blutspender aus als neue nachkommen.“ Daher sei sie dem Stadtoberhaupt besonders dankbar, da sich mit ihm als Zugpferd junge Erwachsene auf die Bedeutung der Blutspende aufmerksam machen ließen.

Ein weiteres Problem, so Dr. Hutschenreuter: „Blut kann man nicht künstlich herstellen und auch nicht unbegrenzt lagern.“ Gleichzeitig gebe es an der Uniklinik wegen vieler besonders komplexer Erkrankungen und Operationen einen besonders hohen Bedarf. „Bei einer Lebertransplantationen zum Beispiel kommt es vor, dass bis zu 40 Erythrozyten-Konzentrate benötigt werden“, erläutert die Medizinerin. Auch in der Versorgung anderer Erkrankungen spiele Blut eine zentrale Rolle – immer dann, wenn der Körper des Patienten nicht mehr in ausreichender Menge Blut produziert. „Bei vielen medikamentösen Therapien ist das der Fall, zum Beispiel bei Lebererkrankungen oder Leukämien. Und nicht zuletzt können einige schwerstverletzte Unfallopfer nur deshalb gerettet werden, weil andere Menschen ihr Blut gespendet haben“, sagt Hutschenreuter. Ihr Fazit: „Unsere Patienten sind auf die kontinuierliche Blutspendebereitschaft der Menschen dringend angewiesen.“

Blutspender finden die Transfusionsmedizin in der Uniklinik auf Etage 3, Aufzug C6, dort bitte den Schildern folgen. Als Spender kommen alle gesunden Personen zwischen 18 und 65 Jahre in Frage. Erstspender bekommen vor der Spende eine kostenlose große ärztliche Untersuchung (Informationen und Untersuchungstermine gibt es unter Tel. 80-89494).

Die Spendezeiten sind montags 11.30 bis 19 Uhr, dienstags 11.30 bis 19 Uhr, mittwochs 11.30 bis 19 Uhr, donnerstags 7.30 bis 19 Uhr, freitags 7.30 bis 13.30 Uhr. Darüber hinaus besteht dienstags von 11.30 bis 19 Uhr die Möglichkeit, im Forum Luise/Ärztehaus am Luisenhospital Blut zu spenden.

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