Der neue Oberbürgermeister von Aachen steht zuerst fest

Von: Stephan Mohne
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Da muss man in der Wahlkabine den Überblick behalten: Jeder Wähler bekommt fünf Stimmzettel in die Hand gedrückt. Das gibt es im ganzen Land sonst nirgends. Foto: Michael Jaspers

Aachen. 941.500 Stimmzettel wären es, die die rund 1600 Wahlhelfer auszählen müssten - wenn jeder Aachener Wahlberechtigte an die Urne ginge. So kommt es natürlich nicht. Aber selbst wenn die Wahlbeteiligung am 30. August wie 2004 bei rund 56 Prozent liegen würde, müssten die Teams immer noch 530.000 Zettel in die Hand nehmen.

Es wird eine ganz und gar außergewöhnliche Kommunalwahl. Wofür es einige Gründe gibt.

Zum einen wär da die Anzahl nicht weniger als fünf Stimmzetteln pro Wähler, auf denen man sich zurechtfinden muss. Das gibt es sonst nirgends im Land. Der neue Aachener OB will ebenso gewählt sein wie der neue Städteregionsrat (Ex-Landrat), der Stadtrat sucht eine neue Zusammensetzung und der Städteregionsrat bei seiner Premiere eine erstmalige. Und dann sind da noch die sieben Bezirksvertretungen, die extra gewählt werden.

Das kann Kuddelmuddel in der Wahlkabine geben. Zumindest in Sachen Farbe sind die Stimmzettel deswegen deutlich zu unterscheiden - jeder hat eine eigene. Zumindest muss man zum Ausfüllen der Zettel für die Stadt und jener der Städteregion nicht auch noch das Wahllokal wechseln - und auch nicht die Wahlkabine. „Eine Wahlkabine, eine Wahlurne”, betonte der noch amtierende Oberbürgermeister Jürgen Linden am Freitag. Er ist der Wahlleiter - was er wegen seiner eigenen Kandidaturen bei einer Kommunalwahl noch nie war.

In dieser Funktion hat Linden am Freitag denn auch ein klares „Basta!” gesprochen. „Ich habe die Wahlvorstände mit dem heutigen Tage angewiesen, in folgender Reihenfolge auszuzählen: OB, Städteregionsrat, Stadtrat, Städteregionstag, Bezirksvertretungen”, zog der OB einen Schlussstrich unter die Diskussionen der vergangenen Wochen.
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