„Der Nächste bitte!“: Nach der Tour kommt der CHIO

Von: Holger Richter
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Der CHIO im Fokus: Isabell Werth, Frank Kemperman und Jeroen Dubbeldam stellen das Programm des Reitturniers vor. Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Der Nächste bitte!“ Die Tour de France ist gerade eben erst durch Aachen gerauscht, und die Menschenkette gegen Tihange ist auch nicht allzu lange her. Und schon steht das nächste Großereignis vor Aachens Haustür.

Aber es ist eins, mit dem sich die Öcher seit langem schon auskennen, oder wie es Oberbürgermeister Marcel Philipp am Dienstag ausdrückte: „Vier Beine sind besser als zwei Räder. Das kennen wir, das können wir, das liegt in unseren Genen.“ Die Rede ist natürlich vom alljährlichen Reitturnier Concours Hippique International Officiel, besser bekannt als CHIO.

Von kommenden Freitag, 14. Juli, bis Sonntag, 23. Juli, erwartet der ausrichtende Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV) wieder 334 Sportler aus 27 Ländern in der Soers, die 567 Pferde an den Start bringen, sowie rund 350.000 Zuschauer, die sich das anschauen. Zu sehen bekommen sie insgesamt 105 Stunden Sport, aufgeteilt auf die fünf Disziplinen Voltigieren (15 Stunden), Fahren (17), Vielseitigkeit (11) Dressur (33) und Springreiten (29). Hinzu kommt noch ein fettes Rahmenprogramm mit noch einmal rund 500 Pferden, die in Schaubildern während des Turniers und am Soerser Sonntag, 16. Juli, bei den Aufführungen Pferd & Sinfonie am Freitag und Samstag, 14. und 15. Juli, oder auch in der Eröffnungsfeier am Dienstag, 18. Juli, auftreten werden.

Und genau dazwischen mogelt sich noch die Stadt mit dem Empfang für das Gastland Niederlande am Montag, 17. Juli, ab 18 Uhr auf dem Aachener Markt. „Uns liegt daran, eine enge Verbindung herzustellen vom Turnier in der Soers hin zur Aachener Bevölkerung und zur Stadt“, begründet OB Philipp den traditionellen Programmpunkt am ebenso traditionellen Ruhetag des Turniers.

Einen Vorgeschmack auf das Partnerland hat bei der offiziellen CHIO-Programmvorstellung am Dienstag der niederländische Springreiter Jeroen Dubbeldam mitgebracht. Denn er überreichte der deutschen Dressurreiterin Isabell Werth ein paar echte holländische Klompen, die sie sichtlich überrascht entgegennahm. „Damit habe ich wahrlich nicht gerechnet. Aber natürlich kenne ich solche Schuhe noch von meinen Großeltern“, erzählte sie. Im Stall oder hoch zu Ross werde sie die Holzschuhe sicher nicht anziehen, aber im heimischen Regal sollen sie auch nicht verstauben. „Ich werde sie wohl im Haus anziehen, denn das dürften die ersten Klompen sein, die mir auch passen“, sagte sie lachend.

Ob mit oder ohne Klompen, beim Höhepunkt der Dressur, dem Großen Preis von Aachen am Abschlusstag, dürfte es schwer werden, Isabell Werth im Viereck des Dressurstadions zu verfolgen. Zumindest für diejenigen Zuschauer, die jetzt noch keine Eintrittskarten haben. Denn die Prüfung am Sonntagmorgen ist bereits ausverkauft. „Wir haben einen super Zuspruch“, sagte CHIO-Vermarkter Michael Mronz mit Blick auf den Kartenvorverkauf. Demnach ist neben der Dressurentscheidung auch Pferd & Sinfonie am Samstag, 15. Juli, ausverkauft, für die Show einen Tag zuvor, für die Eröffnungsfeier am Dienstag sowie für den Nationenpreis und den Großen Preis der Springreiter am Donnerstagabend beziehungsweise am Abschlusssonntag gibt es nur noch wenige Restkarten. „Die gute Nachricht ist“, sagte Mronz, „für alle anderen Veranstaltungen gibt es noch Tickets – wenn auch nicht mehr in allen Kategorien.“

Wer noch Karten bekommt, der muss sich an den Eingängen zur Soers auf Personen- und Taschenkontrollen einstellen. „Das haben wir im vergangenen Jahr schon gemacht und werden es in diesem Jahr wieder machen“, kündigte Turnierdirektor Frank Kemperman an. Bei der Premiere 2016 habe es keine einzige Beschwerde gegeben, „allenfalls haben sich Zuschauer gemeldet, die gesagt haben, wir hätten nicht alles kontrolliert“, berichtete Kemperman. Gleichwohl sei es vor allem am zweiten Wochenende und vor allem am Samstag beispielsweise beim Wechsel vom Tages- zum Abendprogramm zu Wartezeiten gekommen. „Wir haben für dieses Jahr unseren Eingangsbereich komplett umgebaut, ihn verbreitert, werden unser Personal aufstocken und die Zuschauerströme neu leiten“, kündigte der Niederländer an. Das soll allzu lange Wartezeiten vermeiden.

Ganz ohne Wartezeiten funktioniert ein neues Angebot des CHIO, die sogenannte Blogger-Lounge. Darin sitzen zwölf bekannte Bloggerinnen – darunter Harriet Charlotte Jensen, Eva-Marie Dörfler oder Annica Hansen –, die ihre Eindrücke, Videos und Beiträge aus der Soers erstens ihren Fans und Followern und zweitens der geneigten Öffentlichkeit via Internet mitteilen werden.

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