Aachen - Der Leerstand hält seit 18 Monaten an

Der Leerstand hält seit 18 Monaten an

Von: Stefan Herrmann
Letzte Aktualisierung:
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Steht seit knapp anderthalb Jahren leer: das ehemalige Landesstraßenbauamt an der Karl-Marx-Allee. Was mit Gebäude und Grundstück passiert, ist derzeit offen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Es ist ruhig geworden am Eck von Karl-Marx- und Adenauerallee. Sehr ruhig. Eigentlich wollte man möglichst schnell eine Möglichkeit finden, wie das seit Frühjahr 2013 leerstehende Gebäude des Landesbetriebs „Straßen.NRW“ in Zukunft genutzt werden kann. Knapp anderthalb Jahre später steht lediglich eines fest: und zwar, dass bisher gar nichts feststeht.

Dabei existieren eigentlich ausreichend Gründe, zügig eine Lösung für den Bau aus den 1960er Jahren zu finden. Schon länger denkt die Stadt darüber nach, einen Teil der Immobilie im Aachener Süden vorübergehend als Unterkunft für die stetig wachsende Zahl der in Aachen ankommenden Flüchtlinge zu nutzen. Doch bisher bleibt es bei den Gedankenspielen.

„Es gibt keinen neuen Sachstand“, teilte Evelin Wölk vom städtischen Presseamt auf AZ-Anfrage mit. „Wir sind als Stadt weiterhin daran interessiert, dort interimsweise Flüchtlinge unterzubringen“, so Wölk weiter. Doch es drängt sich der Eindruck auf, dass die Verhandlungen mit dem Eigentümer des Gebäudes, dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB), nach über einem Jahr nicht so richtig Fahrt aufgenommen haben. Die Stadt verweist in allen weiteren Fragen an den BLB. Akute Verhandlungen gebe es nicht, lediglich grundlegendes Interesse bestehe, so das Presseamt.

Gegenüber der AZ antwortet ein BLB-Sprecher wie folgt: „Der BLB NRW prüft derzeit noch verschiedene Optionen für diese Immobilie.“ Wie diese aussehen und ob die Stadt weiter als Hauptinteressent gehandelt werde, dazu gab der BLB keine weitere Auskunft. Lediglich eine – offensichtliche – Info gab man noch preis: „Das Gebäude der ehemaligen Straßen.NRW-Niederlassung an der Karl-Marx-Allee/Ecke Adenaueralle in Aachen steht momentan leer.“ Weitere Angaben könne man jedoch „zum aktuellen Zeitpunkt“ nicht machen.

Dabei schien man schon einmal einen Schritt weiter zu sein: Im Sommer vergangenen Jahres prüften mehrere städtische Fachbereiche, ob und wie das alte Bürogebäude genutzt werden könnte. So stand schon damals die Idee im Raum, vorübergehende Unterkünfte für Flüchtlinge einzurichten. Das gemeinnützige Wohnungsbauunternehmen Gewoge war ebenfalls in die Planspiele mit eingebunden. Es fanden erste Begehungen statt, des Weiteren wurde von Stadtseite über die Optionen sozialer oder studentischer Wohnbau an dieser Stelle gesprochen.

Das ehemalige Landesstraßenbauamt an der Ecke Karl-Marx- und Adenauerallee wurde bis März 2013 vom Landesbetrieb „Straßen.NRW“ benutzt, bevor dieser mit seinen rund 60 Mitarbeitern in einen moderneren Bau im Würselener Gewerbegebiet Aachener Kreuz umgezogen ist. Seitdem steht die BLB-Immobilie, Baujahr 1965, leer. Neben dem Hauptgebäude stehen auf dem 5000 Quadratmeter großen Grundstück eine Hausmeisterwohnung, fünf Garagen und 30 Stellplätze zur Verfügung. Etwa 3000 Quadratmeter sind theoretisch vermietbar – oder eben zu verkaufen. Allerdings gilt der Bürobau zumindest in Teilen als sanierungsbedürftig.

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