Der Glöckner frei von Kitsch

Von: svp
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Nach langen Proben wird heute Premiere gefeiert: Das St.-Ursula-Gymnasium bringt „Der Glöckner von Notre-Dame“ auf die Bühne.

Aachen. Alle lieben Esmeralda. Egal ob jung oder alt, groß oder klein. Doch einer, der liebt sie ganz besonders: Quasimodo, der Glöckner von Notre-Dame. Doch für das missgestaltete Findelkind gibt es angesichts vieler anderer unglücklicher Umstände im dunklen Mittelalter mitten in Paris genug Probleme.

Bei dem Roman „Der Glöckner von Notre-Dame“ von Victor Hugo denken viele an die bekannten Verfilmungen. Bei der neuen Produktion des St. Ursula-Gymnasiums ist die vertraute Erzählung allerdings nicht verkitscht oder verträumt, wie Patrick Biemans, Schulleiter und Produzent des Musicals, erzählt: „Wir haben uns gegen die Disney-Version entschieden. Stattdessen spielt die Geschichte im ungeschönten Mittelalter, wo Folter, Auspeitschung und Bettler das Bild der Gesellschaft bestimmen.“

100 Schülerinnen werden auf der Bühne zu sehen sein, hinzukommen noch die vielen Helfer, die für einen reibungslosen Ablauf hinter den Kulissen sorgen. „Musicality“ – so der Name der Musical AG, feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. Und was einst im Kleinen begann, „übersteigt heute jegliche Dimensionen eines normalen Schultheaters“, wie Biemans ergänzt: „Das ist schon eine große Sache, die wir hier regelmäßig auf die Beine stellen. Wir haben viel Unterstützung von Eltern, und dieses Jahr spielen auch jüngerer Schülerinnen mit. Normalerweise sind die meisten in der Oberstufe.“ Pauline Stein und Maya Krauhaus sind zwei der Darsteller, die seit einem knappen Jahr proben. Angst vor dem großen Auftritt haben sie nicht. Auch wenn die Choreographien nicht immer ganz einfach sind.

Doch Zeit für lange Gespräche bleibt ihnen nicht. Mit tollen Kostümen, einer spürbar guten Gruppendynamik und der selbst geschriebenen Musik im Hintergrund stürmen kurz darauf die Zigeuner die Bühne und verwandeln die Schulaula in einen mittelalterlichen Marktplatz.

Die meisten Vorstellungen, inklusive der Premiere am Freitag, 23. Januar, sind bereits ausverkauft. Lediglich für den 1. Februar sind noch Karten da sowie für die Kinderaufführungen.

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