„Der Glockenguss von Aachen“ feiert im Öcher Schängchen Premiere

Von: Kathrin Albrecht
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Premiere: Mit „Der Glockenguss von Aachen“ bringt die Stadtpuppenbühne „Öcher Schängche“ einen echten Klassiker auf die Bühne in der Barockfabrik. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Kaiser Karl ärgert seit Jahren das Bimmelglöckchen in seinem Münster. Es kann nur säuseln. Doch Karl will, dass die Glocke aus vollem Hals zur Kirche ruft in seiner geliebten Kaiserpfalz. Bis in das Kloster St. Gallen hallt der Ruf aus Aachen, und der habgierige Pater Tancho, ein großer Glockengießer, hört ihn.

 Doch anstelle des teuren Silbers, das ihm Kaiser Karl schickt, verwendet Tancho billiges Zinn.

Unterdessen tobt in der Hölle der Höllenfürst Beelzebub, weil sein Teufel Krippekratz sich von Schängchen hat austricksen lassen. Zwar hat er viele Seelen – Berliner, Kölner und den ganzen Brei – doch kein einziger Aachener ist dabei. Das soll sich ändern, denn ihn freut die ganze Hölle nicht mehr. Eine Aachener Seele – und am liebsten die von Schängchen – muss her. Das soll Mephisto, der klügste Teufel in der Hölle, nun richten. Und der heckt mit dem geizigen Pater Tancho einen finsteren Plan aus. Sterrenanis Lakritz, ob Schängchen den üblen Gesellen wieder ein Schnippchen schlagen kann?

Mit „Der Glockenguss von Aachen“ bringt die Stadtpuppenbühne „Öcher Schängche“ einen echten Klassiker auf die Bühne in der Barockfabrik. Will Hermanns, Gründer der Stockpuppenbühne, schrieb das Stück, das in freier Dichtung die Alt-Aachener Sage vom Dombau behandelt. Das Stück ist in gewisser Weise auch die Fortsetzung des Stücks „Der Teufel in Aachen“. Es ist auch eines der wenigen Stücke, in denen Karl der Große als Figur mitwirkt.

Eigentlich wollte die Bühne das Stück „Der Geist im Dom“ aufführen, „doch derzeit sind viele Ensemblemitglieder erkrankt, da war das leider nicht möglich“, bedauert der künstlerische Leiter Otto Trebels. Hildegard Barner, Hanna Birmans, Gabriele Hersbach, Elfriede Schulz, Albert Baurmann, Dirk Chauvistré, Paul Drießen und Peter Reuters wirken in diesem historischen Stück mit, bei dem neben Kaiser Karl, Beelzebub, Mephisto und Schängchen auch Veries und Nieres sowie Schängchens „Tant Hazzor“ mitwirken.

Für die Ausstattung und das Bühnenbild zeichnet Matthias Stevens verantwortlich, die Bühnentechnik liegt in den Händen von Peter Reuters. Die Musik stammt von Paul Drießen. Wichtig ist auch die Mitwirkung des Publikums: Nicht nur, dass ohne tüchtige Mithilfe das Zaubern nicht klappt, auch Mitklatschen und Mitsingen sind gefragt. Das Stück enthält einen guten Anteil Öcher Platt, doch die Handlung lässt sich für die kleineren Zuschauer gut nachvollziehen.

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