Der Countdown zum 48. ATG-Winterlauf läuft

Von: André Schaefer
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Einst erfolgreich im Siebenkampf, heute in der Jugendarbeit: Michaela Ivens von der ATG startet beim Winterlauf - die Kleinen helfen am Rande kräftig mit. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Früher konnte sich Michaela Ivens kaum vorstellen, einmal bei einem Langstreckenlauf über 18 Kilometer mitzumachen. Bei den NRW-Meisterschaften nahm die Leichtathletin der ATG während ihrer aktiven Zeit im Siebenkampf regelmäßig teil.

Größter Erfolg: 7. beim 400 Meter-Hürdenlauf in Hamburg - bei den Deutschen Meisterschaften. Aber 18-Kilometer? „Nie. Ich dachte immer, dass ich das nicht schaffe”, sagt Michaela Ivens. Heute lacht die 45-Jährige darüber. Sie gehört zu den 2500 Lauffreudigen, die am 12. Dezember beim 48. ATG-Winterlauf an den Start gehen.

Immer dabei gewesen

Vor zwei Jahren nahm sie zum ersten Mal überhaupt aktiv am Großsportereignis der ATG teil. Dabei ist sie schon seit über 30 Jahren im Verein. Vor Ort war sie während des Laufs trotzdem immer. „Als Jugendliche habe ich als Streckenposten geholfen, und bin die letzten Jahre immer als Zuschauerin dabei gewesen. Als ich dann vor zwei Jahren erstmals selber an den Start ging, war ich fasziniert. Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht”, verrät sie.

In gut drei Wochen fällt der Startschuss. Da würde man als Außenstehender vermuten, Ivens in diesen Tagen häufig im Wald anzutreffen. Spezielles Vorbereitungstraining - Fehlanzeige. „Ich laufe seit Jahren zweimal wöchentlich. Das sollte reichen. Einen vorderen Platz visiere ich eh nicht an”, sagt sie. Doch Ivens ist Sportlerin durch und durch. Da setzt man sich einfach Ziele - wenn auch kleine. „Letztes Jahr bin ich etwa 1:32 gelaufen. Eine ähnliche Zeit sollte es auch dieses Mal schon sein.”

Dabei als Herlfer/in

Ihre Rolle als vorbildliche Sportlerin gibt sie heute an den Nachwuchs weiter - und das nicht nur an ihre eigenen Kinder. Denn Ivens betreut die C-Juniorinnen bei der ATG. Einmal pro Woche ist für die Gruppe mit rund 30 jungen Sportlerinnen Training angesagt, derzeit aufgrund des Wetters in der Halle. Für die sechs- bis elfjährigen Mädchen kommt der Lauf noch zu früh. Doch dabei sein werden sie trotzdem - die meisten als fleißige Helferinnen abseits der Strecke.

Der Lauf ist für jedes Vereinsmitglied ohnehin mittlerweile zu einer Pflichtveranstaltung geworden. Es hat sich in der Vergangenheit gezeigt, welch´ hohen Stellenwert er für die gesamte ATG besitzt. „Er hat sich einfach etabliert. Der Lauf ist zu einem wahren Sportevent geworden. Die enorme Resonanz zeigt dies nur zu gut”, meint Ivens.

Und die Resonanz ist in der Tat riesig. Schon seit Wochen ist die Höchstzahl an Teilnehmern erreicht. Innerhalb nur weniger Tage waren die heißbegehrten Startnummern an die 2500 Lauffreudigen verteilt. Doch Ivens rät auch denjenigen, die nicht die Schuhe schnüren können, vorbeizuschauen, wenn der Startschuss um 11 Uhr im Vichtbachtal ertönt und die Ziellinie Am Chorusberg wartet. „Man muss einfach mal dabei gewesen sein. Diese Atmosphäre ist überragend. Die Zuschauer feuern einen stets an, das motiviert unheimlich” - besonders die, die noch nicht so oft teilgenommen haben.
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