Aachen - „Der Bergmann und das Weiße Gold“: Edle Porzellanwaren ausgestellt

„Der Bergmann und das Weiße Gold“: Edle Porzellanwaren ausgestellt

Von: Eva Onkels
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Eröffnung am Freitag: Sammler Achim Middelschulte (links), Prof. Dr. Frank Pohle und Dr. Gisela Schäffer präsentieren die Ausstellungstücke im Couven-Museum am Hühnermarkt. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Ende 2018 wird in Deutschland eine Ära zu Ende gehen: Mit der Schließung der Zeche in Ibbenbüren endet der deutsche Steinkohleabbau unter Tage. Damit endet auch eine Geschichte, die wie kaum eine andere verknüpft ist mit der Industrialisierung Deutschlands. Ohne Kohle kein Stahl, ohne Stahl keine Maschinen.

Auch das Revier Aachen war seinerzeit Abbaugebiet für Steinkohle und nicht nur Synonym für gigantische Braunkohlebagger und abgerissene Dörfer. So sehr der Bergbau heute polarisieren mag, so sehr hat er die Menschen immer fasziniert. Einer besonderen Form der Faszination widmet sich ab heute die Ausstellung im Couven-Museum: „Der Bergmann und das weiße Gold“.

Präsentiert wird erlesenes Porzellan aus der Sammlung Middelschulte. Achim Middelschulte, Bergassessor, stammt, wie es so häufig der Fall war, aus einer Familie, in der schon Vater und Großvater Bergmänner waren. Schon sie begannen, Porzellan zu sammeln, das sich mit dem Bergbau auseinandersetzt. Suppenschalen, Teller, Figuren und Galanteriewaren wie Dosen und Schatullen, rund 100 verschiedene Stücke sind in der Ausstellung zu bewundern.

Das Couven-Museum ist die letzte Station von fünf Ausstellungen und Middelschulte hat ein großes Lob für das Museum: „Es ist die beste Präsentation der Stücke.“ Das liegt an den Räumen, hat sich das Museum doch dem bürgerlichen Leben des 18. und frühen 19. Jahrhunderts gewidmet.

Die ersten und frühesten Werke, die in der Ausstellung gezeigt werden, stammen aus den 30er Jahren des 17. Jahrhunderts. Viele Stücke sind in der Porzellanmanufaktur Meissen geschaffen worden. Aufgrund des durchschlagenden Erfolgs schlossen sich andere Manufakturen an. Besonders herausragende Stücke sind unter Anderem „Die Würzburger Bergleute“: Die Lieblingsstücke von Middelschulte stellen eine Bergmannskapelle da.

Der Kontrast zwischen dem glänzenden, weißen Porzellan und den oftmals schwarzen Uniformen der Bergleute gibt den Figuren gleichermaßen etwas Kunstvolles als auch etwas Dokumentierendes. Einen Blick wert sind auch die detailreichen Malereien auf den Suppentellern, Tassen und Kannen im Ober- wie im Erdgeschoss des Museums.

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