Der Bedarf steigt stetig: Mentoren ermöglichen Schülern Perspektive

Von: Katrin Haas
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Ehrenamtliche Hilfe für Jugendliche ist wichtig: Oberbürgermeister Marcel Philipp beim 1. Aachener Mentorentag. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Alle Mentoren sind sich einig: Von den betreuten Schülern bekommen sie viel zurück. Christine Kollberg hat zum Beispiel drei Jahre lang für das Projekt JutE einen verhaltensauffälligen Jungen betreut.

Besonders war der Moment, als sie merkte, dass er ihr vertraut. „Das ist der Grund, warum ich das mache“, erzählt die Mentorin begeistert. Am Tag des Ehrenamtes haben sich nun 14 Mentoren- und Bildungspatenprojekte im Rahmen des 1. Aachener Mentorentags in der Aula Carolina vorgestellt.

Damit die Projekte besser voneinander profitieren, haben sie sich seit dem Sommer zum „Mentorennetzwerk Aachen“ zusammengeschlossen. So sollen Erfahrungen ausgetauscht und eine größere Aufmerksamkeit erreicht werden. „Es gibt für alle Altersstufen Projekte“, sagt Heinz Zohren vom Fachbereich Kinder, Jugend und Schule der Stadt Aachen. Das Mentorennetzwerk wird im Rahmen der bundesweiten „Aktion zusammen wachsen – Bildungspatenschaften stärken, Integration fördern“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziell unterstützt.

Die Projekte in Aachen unterscheiden sich in ihren Angeboten, es eint sie ihr Ziel: bestmögliche Bildung für Kinder und Jugendliche. Doch wer kann Mentor werden? Und das können Studenten, andere Eltern oder Rentner sein. Rund 300 bis 350 Mentoren betreuen bisher in Aachen alle Altersstufen: vom Grundschüler bis zum Berufsbewerber. Und der Bedarf an individueller Nachhilfe und persönlicher Betreuung beim Übergang von Schule zum Beruf steigt weiter an.

„Wir brauchen mehr Mentoren“, erklärt Zohren. Dabei sei es eine besondere Herausforderung für die Mentoren, die Schüler bei der Nachhilfe zu motivieren. „Die Kinder sehen nicht, warum sie das lernen sollen“, erzählt Student Christian Kind von „Hêvî e.V.“. Doch wenn sie eine konkrete Perspektive sehen, steigt die Motivation deutlich – und damit meist auch die Note. Rund ein bis zwei Mal die Woche kommen die Schüler zum Studentenprojekt „Hêvî“ zur Nachhilfe.

Bei allen Mentorenprojekten steht die Bildung im Vordergrund. Dennoch ist auch eine persönliche Ebene wichtig: „Das Wichtigste ist der Bezug zum Schüler. Es muss eine Ebene bestehen, auf der man das Wissen vermitteln kann“, erklärt Thomas Coenen, der bei den Aachener Engeln verantwortlich ist für das Projekt „Bildung 0,- Euro“.

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