Der andere Blick auf Florenz und die Toskana

Von: Eckhardt Hoog
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Italienische Momente: Beim Neu
Italienische Momente: Beim Neuen Aachener Kunstverein an der Passstraße zeigt Eleni Kamma Arbeiten, die in der Toskana entstanden sind. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Geboren wurde sie 1973 in Athen, aufgewachsen ist sie in Zypern, heute lebt sie in Maastricht, spricht vorzugsweise englisch und wird heute als erste Gewinnerin des „Preises für Junge Kunst”, der sich an Künstler in der Euregio richtet, im Neuen Aachener Kunstverein (NAK) ausgezeichnet: Eleni Kamma. Damit verbunden sind eine Einzelausstellung und ein Preisgeld in Höhe von 3000 Euro, maßgeblich gestiftet von der Aachener Stawag.

Eine fünfköpfige Jury, bestehend aus Martin Schmidl (Künstler), Lisette Smits (Kuratorin des Marres Center for Contemporary Culture, Maastricht), Dirk Snauwaert (Direktor des Wiels Contemporary Art Center, Brüssel), Astrid Wege (Kölner Kuratorin und Publizistin) sowie Dorothea Jendricke (Direktorin des NAK) wählte Kamma aus den über 100 Bewerbungen, die aus Belgien, Niederlande und Deutschland, eingegangen waren.

Die Künstlerin präsentiert eine Videoarbeit und eine Installation, die während ihres Villa-Romana-Stipendiats in Florenz entstanden sind. In dem Film überträgt sie eine in der Toskana von Straßensängern historisch tradierte Form des Debattierens über politische Zustände in die Gegenwart, indem sie die Protagonisten in Gedichtform über aktuelle Themen verhandeln lässt. Außerdem sind hier Bilder aus Florenz zu sehen mit Touristen, die versuchen, sich ihr eigenes Bild von der Stadt zu machen.

In raumgreifenden Stellagen hat Eleni Kamma überdies Fundstücke versammelt, die Bezug nehmen auf die agrarische Vergangenheit der Toskana und bäuerliche Bildungssysteme. Allerlei Werkzeuge, historische Spardosen in der etwas kuriosen Form eines Dackels und farbige Glasscheiben umschreiben die Ergebnisse ihrer persönlichen Recherchen in der historischen Stadt.

Die Eröffnung findet am heutigen Samstag um 19 Uhr statt. Die Ausstellung ist noch bis zum 25. November zu sehen, geöffnet ist sie von dienstags bis sonntags zwischen 14 und 18 Uhr.
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