Aachen - Der Aachener Journalist Karlheinz Böker ist tot

Der Aachener Journalist Karlheinz Böker ist tot

Von: Bernd Mathieu
Letzte Aktualisierung:
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Mann der ersten Stunde im freien Nachkriegsjournalismus: Karlheinz Böker ist im Alter von 83 Jahren gestorben. 44 Jahre lang war er Redakteur unserer Zeitung.

Aachen. Karlheinz Böker, dienstältester Redakteur der Aachener Volkszeitung, heute Aachener Zeitung, und Mann der ersten Stunde, ist tot: Im Alter von 83 Jahren starb der beliebte Kollege nach längerer Krankheit im Kreis seiner Familie. 44 Jahre war er Redakteur unserer Zeitung und hat als Journalist im Sport, im Lokalen und in der Bezirksredaktion Geschichte(n) geschrieben.

Karlheinz Böker war nach dem Krieg der erste Volontär, der bei der AVZ zum Redakteur ausgebildet wurde. Bis 1966 leitete er gemeinsam mit Kaspar Birken die Sportredaktion, ehe er in die Bezirksredaktion wechselte und später die Aufgabe des verantwortlichen Schlussredakteurs übernahm.

Das sind offizielle Stationen. Karlheinz Böker hat natürlich sehr viel persönlichere Akzente gesetzt - als liebenswerter Kollege, auf den Verlass war. Als temperamentvoller, fröhlicher, aufmerksamer Mensch, für viele ein Freund. Immer hatte er etwas zu erzählen, und dank seiner präzisen Erinnerungen hatte er eine Menge zu berichten, der Mann, der die Aachener Nachkriegsgeschichte und den Wiederaufbau als Zeitzeuge erlebt hatte.

Begeisterter Radsportler

Seine Leidenschaft war dabei ohne jeden Zweifel der Sport: die Alemannia, das Boxen, das Radrennen. Er selber spielte gerne Fußball - als Rechtsaußen bei der Alemannia. Der spätere WDR-Sportchef Kurt Brumme erkannte bei ihm damals sogar „gute Anlagen”. Bis ins hohe Alter legte Karlheinz ohne nennenswerte Verschnaufpause auf langen Radtouren bis zu 150 Kilometer an einem Tag zurück. Ein „fitter” Typ - körperlich wie geistig.

Das bewies er auch viele Jahre im sogenannten Ruhestand. Engagiert und kompetent arbeitete er über viele Jahre ehrenamtlich für das Internationale Zeitungsmuseum in der Pontstraße.

Wir haben einen lieben Kollegen und Freund verloren, unser Mitgefühl gilt seiner Frau Maria sowie seinen fünf Kindern und ihren Familien. Sein Wunsch war es, im Kreis der Familie und in aller Stille beerdigt zu werden. Das passt zu seiner bescheidenen, sich selber nicht wichtig nehmenden Art. Wir werden ihn in guter Erinnerung behalten.
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